Die Montageanleitung richtig verstehen

21. Juni 2019 um 14:26

MontageanleitungenFür den Anbau Eurer Anhängerkupplung oder auch beim Elektrosatz schicken wir Euch eine Montageanleitung mit. Darin erklären wir Euch Schritt für Schritt mit Hilfe von Piktogrammen, wie Ihr AHK und/oder Elektrosatz ans Fahrzeug bekommt und in Betrieb nehmen könnt. Damit es in möglichst vielen Sprachen verständlich ist, haben wir für eine Schritte oder Anmerkungen kleine Zeichen verwendet, die immer wieder in den Anleitungen auftauchen. Heute möchten wir Euch die Zeichen und Bilder einmal kurz vorstellen.

 

Zeichen und Bilder in der Montageanleitung von MVG

Montageanleitung MVG WarnhinweisAlt bekannt, auch aus anderen Bereich, ist wohl der Warnhinweis. Dabei verwenden wir ein Dreieck mit einem Ausrufezeichen darin, das Euch darauf aufmerksam machen soll, dass besondere Vorsicht geboten ist und ihr besonders achtsam vorgehen müsst.

 

Montageanleitung MVG PositionspfeilMit verschiedenen Pfeilen geben wir Euch Richtungen und Positionen an. Dabei zeigen wir gezielt auf einzelne Stellen am Fahrzeug oder zeigen Euch Anbaupunkte für die AHK an. Es ist wichtig, genauestens auf die Positionspfeile zu achten.

 

Montageanleitung MVG Pfeile

Zwei aufeinander zuzeigende bzw. von einander wegzeigende Pfeile seht Ihr immer dann in unseren Montageanleitungen, wenn Ihr etwas verbinden oder abklemmen müsst. Dies kommt besonders oft im Bereich der Elektrosätze vor, wenn Ihr Kabel verbinden müsst. 

 

Bei den Anhängerkupplungen werdet Ihr eher auf eine Hand mit einem Stift treffen. Diese zeigt Euch an, dass Ihr etwas mit Bleistift anzeichnen müsst, das wird vor allem dann der Fall sein,Montageanleitung MVG Stift wenn kleine Änderungen am Stoßfänger beispielsweise vorgenommen werden müssen.

 

Daneben werdet Ihr dann auch einen MülleimerMontageanleitung MVG Mülleimer finden, der Euch andeutet, dass Ihr etwas entsorgen könnt. Auch bei den Elektrosätzen werdet Ihr dies ggf. manchmal finden.

 

Im Zusammenhang mit Ausschnitten am Stoßfänger findet Ihr in den Montageanleitungen auch ein Entgrater sehen, mit dem Ihr den Ausschnitt dann sauber entgraten müsst. Andernfalls ist das Verletzungsrisiko durch kleine Absplitterungen hoch. Auch die Feile ist in diesem Zusammenhang wichtig und muss oft bei Ausschnitten am Stoßfänger genutzt werden.Montageanleitung MVG Entgrater und Feile

 

Montageanleitung MVG Zu Zweit ArbeitenNeben dem Entgrater und der Feile ist auch die Zeichnung mit zwei Personen, die etwas tragen, wichtig beim Anbau der Anhängerkupplung. Dieses Piktogram zeigt Euch an, dass Ihr zu zweit arbeiten solltet, wie beispielsweise beim Abnehmen der Heckschürze. Dies ist zu zweit viel einfacher, gleichzeitig passieren weniger Unfälle.

 

Der Schraubenschlüssel mit Schraube sowie der Bohrer zeigen Euch in unseren Anleitungen zur Montage an, dass Ihr etwas festdrehen müsst, bzw. den Bohrer zum Bohren von Löchern verwenden müsst. Der Spachtel wird immer dann verwendet, wenn Ihr den Unterbodenschutz entfernen müsst.Montageanleitung MVG Anschrauben

 

Montageanleitung MVG Eimer und CleanerWenn Ihr etwas gegen Korrosion schützen müsst, dann haben wir für Euch einen kleinen Eimer in den Montageanleitungen vermerkt. Wenn etwas gereinigt werden muss, seht Ihr zwei Hände mit Lappen und Flasche mit der Aufschrift “Cleaner”. Beides könnt Ihr dann an entsprechender Stelle anwenden.

 

Montageanleitung MVG Verweis

Zwei letzte Piktogramme haben wir noch für Euch: Ein Auge, das entweder mit zwei Fragezeichen oder einem Buch abgebildet wird. Die Fragezeichen verweisen Euch auf eine Abbildung und bedeuten so viel wie “siehe 

Abbildung”, das Buch stellt das Werkstatthandbuch dar und verweist Euch an dieses.

 

Ihr habt weitere Fragen rund um den Anbau von Anhängerkupplung und Elektrosatz oder zur einer Montageanleitung? Dann stöbert gerne einmal durch unsere FAQ, dort beantworten wir Euch die gängigen Fragen. Wenn Ihr eine andere Frage habt, wendet Euch jederzeit gerne an uns! 

Darf mein Pkw als Zugfahrzeug eingesetzt werden und einen Anhänger ziehen?

11. Juni 2019 um 11:59

ZugfahrzeugBevor Ihr eine Anhängerkupplung nachrüstet, müsst Ihr natürlich erst einmal klären, ob Euer Auto überhaupt für die Fahrt mit dem Anhänger ausgelegt und als Zugfahrzeug zugelassen ist. Alle Infos, die Ihr dafür braucht, findet Ihr auf dem Typenschild des Fahrzeugs. Die Daten stehen sowohl im Serviceheft als auch meistens auf einem Aufkleber, der im Reserveradmodul untergebracht ist. Sollte er dort nicht zu finden sein, findet Ihr in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs sicher eine Info, wo Euer Typenschild angebracht ist. Neben dem Fahrzeughersteller und der Genehmigungsnummer ist dort auch die Fahrgestellnummer zu finden. In der zweiten Zeile werden zudem technisch zulässige Gewichte angegeben. Darunter findet Ihr auch das zulässige Gespanngewicht.

Das gibt das zulässige Gespanngewicht an

Wie der Name schon sagt, gibt das Gespanngewicht an, wie schwer das Gespann, also Fahrzeug und Anhänger sein dürfen. Somit ist zunächst einmal klar, dass ein Gespann bestehen darf, also theoretisch ein Anhänger gezogen werden könnte. Dann kommt es auf den Wert an. Vom Gespanngewicht muss das Gewicht des Fahrzeugs abgezogen werden, um zu klären, ob und wenn ja mit welchem Gewicht ein Anhänger gezogen werden kann.

Zusätzlich könnt Ihr auch den Fahrzeugschein zu Rate ziehen, dieser Weg ist einfacher. Der Fahrzeugschein gibt mit den Werten O1 und O2 an, welche gebremste und ungebremste Anhängelast technisch für das Fahrzeug zulässig ist. Wenn Ihr dort keine Werte finden könnt, dann ist das Fahrzeug nicht für die Fahrt mit Anhänger zugelassen.

 

Was passiert, wenn Euer Fahrzeug nicht als Zugfahrzeug zugelassen ist und dennoch einen Anhänger ziehen würde?

Damit ein Fahrzeug für die Anhängerfahrt zugelassen ist, müssen schon in der Entwicklung des Fahrzeugs einige Punkte erfüllt werden. So wird beispielsweise die Motorisierung des Autos auf den möglichen Einsatz als Zugfahrzeug angepasst, oder es werden spezielle Anbaupunkte für die Anhängerkupplung seitens des Fahrzeugherstellers definiert. Auch die Kühlung des Motors und anderer System muss für die Anhängerfahrt gesondert definiert werden. Wenn Euer Auto nicht für die Belastung und den Dienst als Zugfahrzeug geeignet und zugelassen ist, ergeben sich also verschiedene Schäden am Fahrzeug, wenn dieses dennoch zum Ziehen eines Anhängers genutzt wird.

 

 

Der Führerschein für die Fahrt mit dem Anhänger: Die verschiedenen Klassen und was sie bedeuten

15. Mai 2019 um 11:23

Führerschein für die Fahrt mit AnhängerIn Deutschland gibt es viele verschiedene Führerscheinklassen, unter diesen sind auch einige, die das Fahren mit Anhänger regeln und beeinflussen. Wir haben einen Blick auf die verschiedenen Scheine geworfen und fassen Euch die Eckdaten der Scheine einmal zusammen. So wird unterschieden zwischen dem Führerschein Klasse 3, Klasse B, Klasse B96 und Klasse BE.

Der Führerschein Klasse 3

Dieser Schein ist schon älter und wurde durch die Klasse B ersetzt. Er ist zwar alt, jedoch nicht ungültig und bestätigt für seine Inhaber die Erlaubnis, beispielsweise einen Pkw bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zu fahren. Außerdem ist es mit dem Schein Klasse 3  auch erlaubt, Lkw bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht sowie dreiachsige Züge bis 12 Tonnen Gesamtgewicht (solange das Zugfahrzeug nicht schwerer als 7,5 Tonnen ist) zu fahren. Das heißt, es können auch Gespanne bis 3,5 Tonnen gefahren werden. Ebenfalls eingeschlossen in den Schein Klasse 3 sind Motorräder und  Trikes und landwirtschaftliche Zugmaschinen bis 40 km/h.

Das dürft Ihr mit dem Führerschein Klasse B fahren

Wenn Ihr einen Führerschein der Klasse B habt, dürft Ihr Kraftfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen fahren. Ausgenommen davon sind Motorräder, die unter die Führerscheinklassen AM, A1, A2 und A fallen. Zusätzlich dürfen die angesprochenen Kraftfahrzeuge nicht mehr als acht Sitzplätze zusätzlich zum Fahrersitz haben. Wenn es um das Fahren mit Anhänger geht, so ist es mit dem Führerschein der Klasse B erlaubt, Anhänger mit einer Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg zu ziehen, oder mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 750 kg, vorausgesetzt die zulässige Gesamtmasse von Pkw und Anhänger übersteigt den Wert von 3500 kg nicht.

Der Führerschein Klasse B96

Dieser Führerschein ist eine Ergänzung zur Klasse B und wird deshalb zusätzlich im Führerschein vermerkt. Wenn man diese Erweiterung hat, ist es gestattet, Anhänger mit einem Gesamtgewicht von mehr als 750 kg zu fahren. Zusätzlich erhöht sich dann auch das zulässige Gesamtgewicht des Gespanns (also Zugfahrzeug und Anhänger), das man führen darf. Und zwar darf das zulässige Gesamtgewicht beim Schein Klasse B96 zwischen 3500 kg und 4250 kg liegen.

Mit dem Führerschein Klasse BE unterwegs

Wenn Du einen Führerschein Klasse BE hast, dann bist Du maximal flexibel bei der Fahrt mit dem Anhänger. Dieser ist eine Kombination aus der Klasse B und der Erlaubnis mit Anhänger zu fahren. Die zulässige Gesamtmasse des Anhängers darf dabei bis zu 3,5 Tonnen betragen. Dies ist also der Führerschein, mit dem Du den schwersten Anhänger ziehen kannst.

 

Unfall mit Anhängerkupplung – was müsst Ihr tun?

21. März 2019 um 14:19

UnfallBei einem Unfall gibt es viele Punkte, die einem durch den Kopf schießen und die man beachten muss. Die Anhängerkupplung gehört (vielleicht) nicht immer dazu. Fährt man selbst irgendwo gegen oder frontal rein, hat dies natürlich keine Auswirkungen auf die AHK, obgleich sicher andere Bereiche des Fahrzeugs dabei beschädigt werden. Über die Anhängerkupplung muss man sich erst dann Gedanken machen, wenn das Heck des Fahrzeugs beim Unfall betroffen ist. Wenn Euch also jemand hinten drauf fährt oder Ihr beim Einparken etwas zu weit fahrt und in der Wand landet, dann solltet Ihr Euch in jedem Fall Gedanken über Eure Anhängerkupplung machen.

Beschädigungen der Anhängerkupplung – Reparatur erforderlich

Im Falle eines Auffahrunfalls auf Euer Fahrzeug und somit auch auf Eure Anhängerkupplung müsst Ihr handeln. Eine Anhängerkupplung kann nicht repariert werden. Dies liegt daran, dass Reparaturen sowie Veränderungen jeglicher Art unzulässig sind und die Genehmigung, die wir Euch für Eure Anhängerkupplung erhalten und Euch mitsenden, erlischt. Hinzu kommen Produkthaftungsgründe, die ein Ersetzen der Anhängerkupplung notwendig machen.

Wenn Euch ein Auto hinten drauf fährt, dann sind mögliche Beschädigungen an der Anhängerkupplung oft nicht wirklich sichtbar. Klar, wenn der Lack ab ist, ist das vordergründig zunächst einmal nicht so schlimm. Mögliche Beschädigungen am Querträger oder den Seitenteilen könnt Ihr mit dem bloßen Auge jedoch nicht erkennen.  Von der Reparatur in Eigenregie raten wir Euch dringend ab, nicht nur aus den bereits genannten Gründen. Eine Reparatur in Eigenregie erfüllt nicht die notwendigen Härtungs- und Bearbeitungsverfahren, die die Zugfähigkeit und die Stabilität gewährleisten und bei Euch und in jeder Werkstatt nicht eingehalten werden können. Wenn Euer Heck und somit Eure Anhängerkupplung beschädigt wurde, solltet Ihr keinen Anhänger mehr mit der Anhängerkupplung ziehen und diese so schnell wie möglich ersetzen.

 

Beschädigungen, die durch die Anhängerkupplung entstehen

Bei einem Unfall, wie wir ihn oben skizziert haben, ist sicher auch das gegnerische Fahrzeug beeinträchtigt. Oft wird es so sein, dass Euer Heck im Vergleich zur Front der anderen Partei deutlich harmloser aussieht. Durch die Anhängerkupplung an Eurem Auto wirken die Aufprallkräfte des Gegners auf sein Auto punktuell deutlich stärker ein, sodass sein Fahrzeug sicher stark beschädigt ist an der Front.

Doch hat die Anhängerkupplung Einfluss auf die Haftung der Versicherung? Aktuell gibt es keine offizielle und allgemeingültige Regelung dazu. In der Straßenverkehrs-Zulassung-Ordnung (kurz StVZO) ist in §30c folgendes festgehalten: “[…] am Umriss der Fahrzeuge dürfen keine Teile so hervorragen, dass sie den Verkehr mehr als unvermeidbar gefährden.” Das heißt, bei einer abnehmbaren Anhängerkupplung oder auch einem schwenkbaren Modell wäre das Hervorstehen vermeidbar. Deshalb raten wir Euch dringend dazu, die beiden Modelle nur dann am Fahrzeug angebracht bzw. ausgeklappt zu haben, wenn Ihr die AHK auch unmittelbar braucht. Andernfalls kann es Schwierigkeiten mit der Versicherung geben.

 

Worauf müsst Ihr achten, wenn Euer Fahrzeug eine niedrigere Stützlast hat als Eure AHK?

22. Februar 2019 um 10:46

StützlastEins möchten wir direkt vorwegschicken: Das wird meistens der Fall sein. Die Anhängerkupplung kann in der Regel höhere Lasten aushalten, als das Zugfahrzeug. Anhängerkupplungen von MVG sind nach den europäischen Richtlinien 94/20/EG;ECE R55 oder dem Prüfverfahren Carlos TC auf ihre Dauerfestigkeit geprüft. Außerdem werden die Anhängerkupplungen stets für maximale D-Werte und Anhängelasten geprüft, insofern kann es sicher zustande kommen, dass die Anhängerkupplung für höhere Werte zugelassen ist, als ein Fahrzeug.

Die Werte der Fahrzeuge sind von verschiedenen Faktoren abhängig, die gesamte Konstruktion des Fahrzeugs muss auf die vom Fahrzeughersteller angegebenen Werte zum Beispeil bei der Stützlast ausgerichtet sein, damit auch das Fahrzeug die einwirkenden Kräfte bei der Anhängerfahrt “aushält”.  Wenn Ihr ein Fahrzeug habt, dessen Stützlast oder Anhängelast niedriger ist als der Wert der Anhängerkupplung, dann müsst Ihr diesen niedrigeren Wert unbedingt einhalten. Es ist stets der niedrigste Werte maßgeblich.

Warum ist das so wichtig? Angenommen die Werte des Fahrzeuges sind die niedrigeren Werte und werden nicht eingehalten, so kann dies verschiedene Auswirkungen auf das Fahrzeug haben. In der Regel werden schon bei der Entwicklung der Fahrzeuge beispielsweise die Motorisierung und das Fahrwerk an den Anhängerbetrieb angepasst und in die Berechnungen miteinbezogen. Werden die Werte also nicht eingehalten beziehungsweise überschritten, so kann dies unter Umständen Auswirkung beispielsweise auf den Antriebsstrang, das Fahrwerk, die Kühlung oder auch das Getriebe haben. Deshalb ist es wichtig, stets die Angaben des Herstellers zu beachten, in der Bedienungsanleitung zu Eurem Fahrzeug werdet Ihr sicherlich Infos dazu finden.

 

Drei Eigenschaften, die die AHK zum Nachrüsten haben sollte

12. Dezember 2018 um 10:48

Nachrüsten AHKWenn Ihr eine Anhängerkupplung nachrüsten möchtet, dann solltet Ihr auf ein paar Details achten. Schließlich möchtet Ihr die AHK einige Jahre lang nutzen können an Eurem aktuellen Fahrzeug und Euch nicht regelmäßig ärgern. Wir haben Euch deshalb die drei wichtigsten Eigenschaften, die Ihr bei der Wahl der Anhängerkupplung berücksichtigen solltet, einmal zusammengestellt.

 

1. Die Anhängerkupplung sollte Euch grundsätzlich nicht im Weg sein

Nichts ist ärgerlicher, als sich ständig das Bein an der Anhängerkupplung stoßen, weil man vergessen hat, dass diese nun hinten am Fahrzeug ist. Sicher gewöhnt man sich daran. Wenn Ihr aber Gewohnheitstiere seid und Euch daran stört, wenn Euch etwas im Weg ist, dann solltet Ihr über eine abnehmbare oder schwenkbare Anhängerkupplung nachdenken. Diese sind Euch nicht permanent im Weg und müssen nur in Betrieb genommen werden, wenn Ihr sie wirklich braucht. Auf diese Weise erspart Ihr Euch nicht nur Ärger, sondern auch dreckige Hosenbeine, wenn Ihr doch nach dem Nachrüsten wieder vergessen habt, dass die AHK am Fahrzeug ist.

 

2. Die Anhängerkupplung sollte Euch in der Bedienung liegen

Wenn Ihr eine Anhängerkupplung nachrüstet und diese nicht gerade starr ist, dann solltet Ihr beim Nachrüsten unbedingt darauf achten, dass Ihr mit der Bedienung der Anhängerkupplung gut klar kommt. Bei unseren abnehmbaren Anhängerkupplungen müsst Ihr nur ein Drehrad zur Seite führen und drehen, um die Kugelstange abnehmen zu können. Bei der Montage müsst Ihr die Kugelstange wiederum nur in die Aufnahme führen, bis sie von selbst einrastet. Auch bei der schwenkbaren Anhängerkupplung von uns sind nur wenige Handgriffe notwendig. So müsst Ihr die Anhängerkupplung genauso bedienen wie die abnehmbare Version, wenn Ihr die AHK demontieren möchtet. Wenn Ihr das Drehrad bedient habt, dann “fällt” die AHK nach unten und ihr müsst sie nur noch nach oben in ihre Ruheposition führen. Wenn Ihr die AHK dann wieder in Betrieb nehmen möchtet, führt Ihr den Hebel der Ruheposition zur Seite weg, sodass die Kugelstange wieder herunter “fällt”. Dann müsst Ihr die Anhängerkupplung nur noch fassen und in ihre korrekte Position führen. Auch dabei rastet die AHK selbstständig ein. Ihr seht also, die Bedienung  unserer Anhängerkupplungen ist für Euch so einfach wie möglich gestaltet, schon bei der Entwicklung und Konstruktion legen wir darauf viel Wert.

 

3. Die Anhängerkupplung sollte die Optik Eures Fahrzeugs möglichst nicht beeinflussen

Nichts ist unschöner, als ein großer Ausschnitt im Stoßfänger, wenn man eine Anhängerkupplung nachrüstet. Dabei ist es keineswegs zwingend notwendig, beim Nachrüsten mit einem Ausschnitt zu rechnen. Unsere Anhängerkupplungen sind so konzipiert, dass sie unter dem Stoßfänger erst heraus kommen und somit darum herum verlaufen. Ein Ausschnitt im sichtbaren Bereich des Stoßfängers ist deshalb beim Nachrüsten mit MVG-Anhängerkupplungen in der Regel nicht erforderlich. Beim Kauf Eurer Anhängerkupplung solltet Ihr auch darauf achten, sicherlich möchtet Ihr an Eurem Fahrzeug keine großen Eingriffe in die Optik vornehmen lassen.

Wann ist eine Freischaltung beim Nachrüsten notwendig?

8. November 2018 um 11:46

FreischaltungDamit das Zugfahrzeug später auch korrekt mit dem Anhänger kommuniziert und auch die Beleuchtungseinrichtungen fehlerfrei ihren Job machen, ist das korrekte Verbauen des Elektrosatzes mit einer Freischaltung wichtig. Dies sollte gerade im Hinblick auf die immer aufwendigere Elektronik der Fahrzeuge am besten vom Fachmann durchgeführt werden.

Eine Freischaltung ist vor allem bei neueren Fahrzeugen, die mit einem CAN-Datenbus ausgestattet sind, erforderlich. Die Freischaltung muss ordnungsgemäß durchgeführt werden, um die kompletten Funktionen des Elektrosatzes bei der nächsten Anhängerfahrt zu gewährleisten. Oft sind dazu in der Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers Hinweise zu finden, in der Fachwerkstatt wissen die zuständigen Mitarbeiter in der Regel, wie sie die Programmierung und das Freischalten durchführen müssen und sind mit den notwendigen Mitteln ausgestattet.

 

Was passiert, wenn die Freischaltung des Elektrosatzes nicht erfolgt?

Wenn Ihr den Elektrosatz nicht freischalten lasst, wird es mit der Anhängerfahrt schwierig. Schließlich sind für eine sichere Fahrt mit dem Anhänger alle Blink- und Leuchtfunktionen am Anhänger wichtig, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Diese Funktionen können erst durch das Freischalten richtig funktionieren. So sorgt diese beispielsweise dafür, dass die Nebelschlussleuchte beim Anhängerbetrieb am Fahrzeug abgeschaltet wird und dafür am Anhänger funktioniert. Wenn die Freischaltung nicht erfolgt, leuchten beide Nebelschlussleuchten. Oft gibt es bei der Fahrt mit dem Anhänger akustische und elektronische Signale, beispielsweise beim Blinken. Diese fallen ebenfalls weg, wenn Euer Elektrosatz nicht korrekt verbaut ist, allerdings betrifft dies eher Elektrosätze mit akustischer oder elektronischer Blinkkontrolle.

Sicher Beladen für die Fahrt mit Anhänger

11. Oktober 2018 um 11:25

BeladenVor der Fahrt mit dem Anhänger ist es wichtig, sich auch mit der Ladung zu beschäftigen. Schließlich kann diese das Fahrverhalten des Gespanns beeinflussen. Wenn Ihr die Checkliste zum Fahren mit Anhänger durchgegangen seid, werdet Ihr Euch auch mit der Ladung beschäftigen. Vielleicht habt Ihr den Anhänger schon beladen, vielleicht müsst Ihr aber auch noch ein paar Teile unterbringen. Dabei ist es wichtig, sich über ein paar Punkte klar zu werden. Der Schwerpunkt des Anhängers ist in der Regel mittig, leicht vor der Achse. Wichtig beim Beladen ist es, nicht nur zu wissen, wo der Schwerpunkt ist, sondern diesen auch bei der Verteilung der Last einzuplanen. Dabei solltet Ihr vor allem darauf achten, die Last gleichmäßig am Schwerpunkt und um den Schwerpunkt herum zu verteilen. Lieber Ihr ladet die Ware etwas weiter vorne ein als zu weit hinten. Wenn Ihr den hinteren Teil überladet, kommt es zu einer negativen Stützlast, diese kann das Gespann bei der Fahrt ins Schleudern bringen.

Zusätzlich solltet Ihr darauf achten, dass große, schwere Ladungsstücke möglichst weit unten am Boden gelagert werden. Ein liegender Schrank ist einfacher zu transportieren als ein stehender, schließlich federt auch dieser Schrank Fahrbewegungen ab und kann seinen eigenen Schwerpunkt beispielsweise beim Fahren um eine Kurve ungewollt verlagern. Wenn der Schrank hingegen liegend transportiert wird, ist auch der Schwerpunkt des Schranks deutlich tiefer und beeinflusst das Fahrverhalten des Anhängers und des ganzen Gespanns deutlich weniger. Wichtig ist außerdem, dass Ihr Eure Ladung stets gut sichert. Zurrgurte und Netze sind eine gute Möglichkeit zur Ladungssicherung, im Ernstfall werden schließlich auch kleinste Ladungen zu gefährlichen Geschossen. Auch umher rutschende Kartons mit Büchern bei einem Umzug sind schwer und können den Anhänger negativ beeinflussen, deshalb solltet Ihr diese so im Anhänger verladen, dass der Bewegungsspielraum eingeschränkt ist, im Zweifel verwendet Ihr am besten auch dabei Sicherungsgurte.

Das Kennzeichen für den Heckfahrradträger

26. September 2018 um 10:55

KennzeichenWenn Ihr mit einem Heckfahrradträger unterwegs seid, müsst Ihr auch für Euren Heckfahrradträger ein Kfz-Kennzeichen haben. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Folgekennzeichen. Es unterscheidet sich von Eurem Kfz-Kennzeichen nicht und ist im Grunde ein Dublikat.

Darum braucht Ihr ein Kennzeichen für den Heckfahrradträger

Ein solches Folgekennzeichen wird immer dann wichtig, wenn das Vorhandene am Fahrzeug verdeckt ist. Dies kann zum Beispiel durch die Ladung mit einer Transportbox für die Anhängerkupplung oder eben mit den weit verbreiteten Heckfahrradträgern der Fall sein. Dabei ist unwichtig, ob der Heckfahrradträger alles verdeckt oder es noch teilweise sichtbar ist, Ihr müsst in jedem Fall bei der Verwendung eines Heckfahrradträgers ein Folgekennzeichen einplanen. Am besten achtet Ihr schon beim Kauf des Trägers darauf, dass dieser auch einen Kennzeichenhalter hat, damit Ihr das erforderliche Kennzeichen auch montieren könnt. In vielen Ländern wird das Fehlen des Folgekennzeichens geahndet, so ist es in der Schweiz sehr wichtig, vorbereitet zu sein. Auch in Österreich solltet Ihr Euch vorbereiten und Euer Folgekennzeichen am Heckfahrradträger montieren. Grundsätzlich kann ein fehlendes Kfz-Kennzeichen auch in Deutschland geahndet werden. 

Achtet außerdem auch darauf, dass oft auch die Leuchten am Fahrzeug durch die transportieren Fahrräder verdeckt werden. Im Straßenverkehr können die anderen Verkehrsteilnehmer Eure Rückleuchten und Blinker so nicht erkennen, deshalb ist es wichtig, einen beleuchteten Heckfahrradträger zu nutzen.

 

Besorgt Euch ein Folgekennzeichen für Euren Heckfahrradträger

Wenn Ihr einen Heckfahrradträger kauft, solltet Ihr am besten umgehend auch das Folgekennzeichen besorgen. Da dieses keine Stempelung benötigt, könnt Ihr Euch in der Regel lange Wartezeiten sparen. Lasst einfach bei Eurer örtlichen Anlaufstelle ein Kennzeichen dublizieren, in der Regel sind beim Straßenverkehrsamt verschiedene Anbieter ansässig, sodass Ihr das Kennzeichen dort kurzfristig besorgen könnt. Die Wartezeiten vor Ort sind zwar individuell, aber in der Regel sehr gering. Oft ist auch das Bestellen im Internet kein Problem, so spart Ihr Euch sogar den Weg zum Amt. 

Checkliste vor der Fahrt mit Anhänger

12. September 2018 um 10:28

ChecklisteBevor Ihr Euch mit Eurem Gespann in Bewegung setzt, solltet Ihr bestimmte Punkte von Eurer Checkliste durchgehen und prüfen. Wir haben für Euch die wichtigsten Punkte einmal zusammengestellt, die Ihr unbedingt vor dem Losfahren überprüfen solltet, damit Ihr gut für die nächste Fahrt mit dem Anhänger vorbereitet seid. 

 

Unsere Checkliste: Diese Punkte sind vor der Fahrt mit dem Anhänger zu prüfen

  1. Vergewissert Euch, dass die Kugelkupplung des Anhängers auch tatsächlich auf der Kugelstange des Zugfahrzeug eingerastet ist. An vielen Anhängern ist zur Erkennung eine Markierung vorgesehen, damit Ihr Euch sicher sein könnt, dass alles korrekt ist – auch wenn Ihr das Geräusch zum Einrasten vielleicht einmal überhört habt.
  2. Prüft vor dem Losfahren auf jeden Fall die Blinker und Leuchten. Durch den Elektrosatz sind Zugfahrzeug und Anhänger elektronisch miteinander verbunden, ob dort auch alles korrekt funktioniert, solltet Ihr vor jeder Anhängerfahrt durch ein Überprüfen der Blink- und Leuchtfunktionen abgleichen. Außerdem solltet Ihr auch alle Reflektoren noch einmal unter die Lupe nehmen, sind diese vielleicht zu verschmutzt?
  3. Ist das Sicherungsseil korrekt am Fahrzeug befestigt? In einigen EU-Ländern sind dafür bestimmte Halterungen vorgeschrieben. Wie Ihr das Abreißseil richtig befestigt, stellen wir Euch in unserem Beitrag vor.
  4. Habt Ihr alle Werte eingehalten? Beim Fahren mit Anhänger sollte die Stützlast, die das Fahrzeug und die Anhängerkupplung zulassen, nicht überschritten werden. Dabei kann die Anhängerkupplung oft mehr “aushalten” als das Fahrzeug, maßgeblich ist aber der geringere Wert
  5. Sichert vor dem Losfahren unbedingt Eure Ladung richtig. Große schwere Teile sollten nach unten, das Gewicht sollte grundsätzlich gleichmäßig verteilt sein und nichts sollte hin und her fliegen können. Dadurch kann sich das Fahrverhalten des Anhängers bei der Fahrt ändern und Ihr könnt schnell den Überblick verlieren.
  6. Abschließend solltet Ihr noch einmal um den ganzen Anhänger herumgehen. Ist die Handbremse gelöst? Ist das Stützrad hochgekurbelt? Sind mögliche Klappen geschlossen? Sind die Reifen in einem guten Zusatz? All diese Punkte solltet Ihr mit einem Blick prüfen können und gerade die Reifen im Hinblick auf das Fahren bei verschiedener Witterung in Auge behalten.

 

Nun müsst Ihr Euch nur noch die Innenspiegel am Fahrzeug richtig einstellen und ggf. die Zusatzspiegel in Betrieb nehmen. Dann habt ihr die Checkliste schon abgearbeitet, könnt losfahren und Euren Ausflug mit dem Anhänger beginnen. Gute Fahrt!