Unfall mit Anhängerkupplung – was müsst Ihr tun?

21. März 2019 um 14:19

UnfallBei einem Unfall gibt es viele Punkte, die einem durch den Kopf schießen und die man beachten muss. Die Anhängerkupplung gehört (vielleicht) nicht immer dazu. Fährt man selbst irgendwo gegen oder frontal rein, hat dies natürlich keine Auswirkungen auf die AHK, obgleich sicher andere Bereiche des Fahrzeugs dabei beschädigt werden. Über die Anhängerkupplung muss man sich erst dann Gedanken machen, wenn das Heck des Fahrzeugs beim Unfall betroffen ist. Wenn Euch also jemand hinten drauf fährt oder Ihr beim Einparken etwas zu weit fahrt und in der Wand landet, dann solltet Ihr Euch in jedem Fall Gedanken über Eure Anhängerkupplung machen.

Beschädigungen der Anhängerkupplung – Reparatur erforderlich

Im Falle eines Auffahrunfalls auf Euer Fahrzeug und somit auch auf Eure Anhängerkupplung müsst Ihr handeln. Eine Anhängerkupplung kann nicht repariert werden. Dies liegt daran, dass Reparaturen sowie Veränderungen jeglicher Art unzulässig sind und die Genehmigung, die wir Euch für Eure Anhängerkupplung erhalten und Euch mitsenden, erlischt. Hinzu kommen Produkthaftungsgründe, die ein Ersetzen der Anhängerkupplung notwendig machen.

Wenn Euch ein Auto hinten drauf fährt, dann sind mögliche Beschädigungen an der Anhängerkupplung oft nicht wirklich sichtbar. Klar, wenn der Lack ab ist, ist das vordergründig zunächst einmal nicht so schlimm. Mögliche Beschädigungen am Querträger oder den Seitenteilen könnt Ihr mit dem bloßen Auge jedoch nicht erkennen.  Von der Reparatur in Eigenregie raten wir Euch dringend ab, nicht nur aus den bereits genannten Gründen. Eine Reparatur in Eigenregie erfüllt nicht die notwendigen Härtungs- und Bearbeitungsverfahren, die die Zugfähigkeit und die Stabilität gewährleisten und bei Euch und in jeder Werkstatt nicht eingehalten werden können. Wenn Euer Heck und somit Eure Anhängerkupplung beschädigt wurde, solltet Ihr keinen Anhänger mehr mit der Anhängerkupplung ziehen und diese so schnell wie möglich ersetzen.

 

Beschädigungen, die durch die Anhängerkupplung entstehen

Bei einem Unfall, wie wir ihn oben skizziert haben, ist sicher auch das gegnerische Fahrzeug beeinträchtigt. Oft wird es so sein, dass Euer Heck im Vergleich zur Front der anderen Partei deutlich harmloser aussieht. Durch die Anhängerkupplung an Eurem Auto wirken die Aufprallkräfte des Gegners auf sein Auto punktuell deutlich stärker ein, sodass sein Fahrzeug sicher stark beschädigt ist an der Front.

Doch hat die Anhängerkupplung Einfluss auf die Haftung der Versicherung? Aktuell gibt es keine offizielle und allgemeingültige Regelung dazu. In der Straßenverkehrs-Zulassung-Ordnung (kurz StVZO) ist in §30c folgendes festgehalten: “[…] am Umriss der Fahrzeuge dürfen keine Teile so hervorragen, dass sie den Verkehr mehr als unvermeidbar gefährden.” Das heißt, bei einer abnehmbaren Anhängerkupplung oder auch einem schwenkbaren Modell wäre das Hervorstehen vermeidbar. Deshalb raten wir Euch dringend dazu, die beiden Modelle nur dann am Fahrzeug angebracht bzw. ausgeklappt zu haben, wenn Ihr die AHK auch unmittelbar braucht. Andernfalls kann es Schwierigkeiten mit der Versicherung geben.

 

Worauf müsst Ihr achten, wenn Euer Fahrzeug eine niedrigere Stützlast hat als Eure AHK?

22. Februar 2019 um 10:46

StützlastEins möchten wir direkt vorwegschicken: Das wird meistens der Fall sein. Die Anhängerkupplung kann in der Regel höhere Lasten aushalten, als das Zugfahrzeug. Anhängerkupplungen von MVG sind nach den europäischen Richtlinien 94/20/EG;ECE R55 oder dem Prüfverfahren Carlos TC auf ihre Dauerfestigkeit geprüft. Außerdem werden die Anhängerkupplungen stets für maximale D-Werte und Anhängelasten geprüft, insofern kann es sicher zustande kommen, dass die Anhängerkupplung für höhere Werte zugelassen ist, als ein Fahrzeug.

Die Werte der Fahrzeuge sind von verschiedenen Faktoren abhängig, die gesamte Konstruktion des Fahrzeugs muss auf die vom Fahrzeughersteller angegebenen Werte zum Beispeil bei der Stützlast ausgerichtet sein, damit auch das Fahrzeug die einwirkenden Kräfte bei der Anhängerfahrt “aushält”.  Wenn Ihr ein Fahrzeug habt, dessen Stützlast oder Anhängelast niedriger ist als der Wert der Anhängerkupplung, dann müsst Ihr diesen niedrigeren Wert unbedingt einhalten. Es ist stets der niedrigste Werte maßgeblich.

Warum ist das so wichtig? Angenommen die Werte des Fahrzeuges sind die niedrigeren Werte und werden nicht eingehalten, so kann dies verschiedene Auswirkungen auf das Fahrzeug haben. In der Regel werden schon bei der Entwicklung der Fahrzeuge beispielsweise die Motorisierung und das Fahrwerk an den Anhängerbetrieb angepasst und in die Berechnungen miteinbezogen. Werden die Werte also nicht eingehalten beziehungsweise überschritten, so kann dies unter Umständen Auswirkung beispielsweise auf den Antriebsstrang, das Fahrwerk, die Kühlung oder auch das Getriebe haben. Deshalb ist es wichtig, stets die Angaben des Herstellers zu beachten, in der Bedienungsanleitung zu Eurem Fahrzeug werdet Ihr sicherlich Infos dazu finden.

 

Drei Eigenschaften, die die AHK zum Nachrüsten haben sollte

12. Dezember 2018 um 10:48

Nachrüsten AHKWenn Ihr eine Anhängerkupplung nachrüsten möchtet, dann solltet Ihr auf ein paar Details achten. Schließlich möchtet Ihr die AHK einige Jahre lang nutzen können an Eurem aktuellen Fahrzeug und Euch nicht regelmäßig ärgern. Wir haben Euch deshalb die drei wichtigsten Eigenschaften, die Ihr bei der Wahl der Anhängerkupplung berücksichtigen solltet, einmal zusammengestellt.

 

1. Die Anhängerkupplung sollte Euch grundsätzlich nicht im Weg sein

Nichts ist ärgerlicher, als sich ständig das Bein an der Anhängerkupplung stoßen, weil man vergessen hat, dass diese nun hinten am Fahrzeug ist. Sicher gewöhnt man sich daran. Wenn Ihr aber Gewohnheitstiere seid und Euch daran stört, wenn Euch etwas im Weg ist, dann solltet Ihr über eine abnehmbare oder schwenkbare Anhängerkupplung nachdenken. Diese sind Euch nicht permanent im Weg und müssen nur in Betrieb genommen werden, wenn Ihr sie wirklich braucht. Auf diese Weise erspart Ihr Euch nicht nur Ärger, sondern auch dreckige Hosenbeine, wenn Ihr doch nach dem Nachrüsten wieder vergessen habt, dass die AHK am Fahrzeug ist.

 

2. Die Anhängerkupplung sollte Euch in der Bedienung liegen

Wenn Ihr eine Anhängerkupplung nachrüstet und diese nicht gerade starr ist, dann solltet Ihr beim Nachrüsten unbedingt darauf achten, dass Ihr mit der Bedienung der Anhängerkupplung gut klar kommt. Bei unseren abnehmbaren Anhängerkupplungen müsst Ihr nur ein Drehrad zur Seite führen und drehen, um die Kugelstange abnehmen zu können. Bei der Montage müsst Ihr die Kugelstange wiederum nur in die Aufnahme führen, bis sie von selbst einrastet. Auch bei der schwenkbaren Anhängerkupplung von uns sind nur wenige Handgriffe notwendig. So müsst Ihr die Anhängerkupplung genauso bedienen wie die abnehmbare Version, wenn Ihr die AHK demontieren möchtet. Wenn Ihr das Drehrad bedient habt, dann “fällt” die AHK nach unten und ihr müsst sie nur noch nach oben in ihre Ruheposition führen. Wenn Ihr die AHK dann wieder in Betrieb nehmen möchtet, führt Ihr den Hebel der Ruheposition zur Seite weg, sodass die Kugelstange wieder herunter “fällt”. Dann müsst Ihr die Anhängerkupplung nur noch fassen und in ihre korrekte Position führen. Auch dabei rastet die AHK selbstständig ein. Ihr seht also, die Bedienung  unserer Anhängerkupplungen ist für Euch so einfach wie möglich gestaltet, schon bei der Entwicklung und Konstruktion legen wir darauf viel Wert.

 

3. Die Anhängerkupplung sollte die Optik Eures Fahrzeugs möglichst nicht beeinflussen

Nichts ist unschöner, als ein großer Ausschnitt im Stoßfänger, wenn man eine Anhängerkupplung nachrüstet. Dabei ist es keineswegs zwingend notwendig, beim Nachrüsten mit einem Ausschnitt zu rechnen. Unsere Anhängerkupplungen sind so konzipiert, dass sie unter dem Stoßfänger erst heraus kommen und somit darum herum verlaufen. Ein Ausschnitt im sichtbaren Bereich des Stoßfängers ist deshalb beim Nachrüsten mit MVG-Anhängerkupplungen in der Regel nicht erforderlich. Beim Kauf Eurer Anhängerkupplung solltet Ihr auch darauf achten, sicherlich möchtet Ihr an Eurem Fahrzeug keine großen Eingriffe in die Optik vornehmen lassen.

Wann ist eine Freischaltung beim Nachrüsten notwendig?

8. November 2018 um 11:46

FreischaltungDamit das Zugfahrzeug später auch korrekt mit dem Anhänger kommuniziert und auch die Beleuchtungseinrichtungen fehlerfrei ihren Job machen, ist das korrekte Verbauen des Elektrosatzes mit einer Freischaltung wichtig. Dies sollte gerade im Hinblick auf die immer aufwendigere Elektronik der Fahrzeuge am besten vom Fachmann durchgeführt werden.

Eine Freischaltung ist vor allem bei neueren Fahrzeugen, die mit einem CAN-Datenbus ausgestattet sind, erforderlich. Die Freischaltung muss ordnungsgemäß durchgeführt werden, um die kompletten Funktionen des Elektrosatzes bei der nächsten Anhängerfahrt zu gewährleisten. Oft sind dazu in der Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers Hinweise zu finden, in der Fachwerkstatt wissen die zuständigen Mitarbeiter in der Regel, wie sie die Programmierung und das Freischalten durchführen müssen und sind mit den notwendigen Mitteln ausgestattet.

 

Was passiert, wenn die Freischaltung des Elektrosatzse nicht erfolgt?

Wenn Ihr den Elektrosatz nicht freischalten lasst, wird es mit der Anhängerfahrt schwierig. Schließlich sind für eine sichere Fahrt mit dem Anhänger alle Blink- und Leuchtfunktionen am Anhänger wichtig, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Diese Funktionen können erst durch das Freischalten richtig funktionieren. So sorgt diese beispielsweise dafür, dass die Nebelschlussleuchte beim Anhängerbetrieb am Fahrzeug abgeschaltet wird und dafür am Anhänger funktioniert. Wenn die Freischaltung nicht erfolgt, leuchten beide Nebelschlussleuchten. Oft gibt es bei der Fahrt mit dem Anhänger akustische und elektronische Signale, beispielsweise beim Blinken. Diese fallen ebenfalls weg, wenn Euer Elektrosatz nicht korrekt verbaut ist, allerdings betrifft dies eher Elektrosätze mit akustischer oder elektronischer Blinkkontrolle.

Sicher Beladen für die Fahrt mit Anhänger

11. Oktober 2018 um 11:25

BeladenVor der Fahrt mit dem Anhänger ist es wichtig, sich auch mit der Ladung zu beschäftigen. Schließlich kann diese das Fahrverhalten des Gespanns beeinflussen. Wenn Ihr die Checkliste zum Fahren mit Anhänger durchgegangen seid, werdet Ihr Euch auch mit der Ladung beschäftigen. Vielleicht habt Ihr den Anhänger schon beladen, vielleicht müsst Ihr aber auch noch ein paar Teile unterbringen. Dabei ist es wichtig, sich über ein paar Punkte klar zu werden. Der Schwerpunkt des Anhängers ist in der Regel mittig, leicht vor der Achse. Wichtig beim Beladen ist es, nicht nur zu wissen, wo der Schwerpunkt ist, sondern diesen auch bei der Verteilung der Last einzuplanen. Dabei solltet Ihr vor allem darauf achten, die Last gleichmäßig am Schwerpunkt und um den Schwerpunkt herum zu verteilen. Lieber Ihr ladet die Ware etwas weiter vorne ein als zu weit hinten. Wenn Ihr den hinteren Teil überladet, kommt es zu einer negativen Stützlast, diese kann das Gespann bei der Fahrt ins Schleudern bringen.

Zusätzlich solltet Ihr darauf achten, dass große, schwere Ladungsstücke möglichst weit unten am Boden gelagert werden. Ein liegender Schrank ist einfacher zu transportieren als ein stehender, schließlich federt auch dieser Schrank Fahrbewegungen ab und kann seinen eigenen Schwerpunkt beispielsweise beim Fahren um eine Kurve ungewollt verlagern. Wenn der Schrank hingegen liegend transportiert wird, ist auch der Schwerpunkt des Schranks deutlich tiefer und beeinflusst das Fahrverhalten des Anhängers und des ganzen Gespanns deutlich weniger. Wichtig ist außerdem, dass Ihr Eure Ladung stets gut sichert. Zurrgurte und Netze sind eine gute Möglichkeit zur Ladungssicherung, im Ernstfall werden schließlich auch kleinste Ladungen zu gefährlichen Geschossen. Auch umher rutschende Kartons mit Büchern bei einem Umzug sind schwer und können den Anhänger negativ beeinflussen, deshalb solltet Ihr diese so im Anhänger verladen, dass der Bewegungsspielraum eingeschränkt ist, im Zweifel verwendet Ihr am besten auch dabei Sicherungsgurte.

Das Kennzeichen für den Heckfahrradträger

26. September 2018 um 10:55

KennzeichenWenn Ihr mit einem Heckfahrradträger unterwegs seid, müsst Ihr auch für Euren Heckfahrradträger ein Kfz-Kennzeichen haben. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Folgekennzeichen. Es unterscheidet sich von Eurem Kft-Kennzeichen nicht und ist im Grunde ein Dublikat.

Darum braucht Ihr ein Kennzeichen für den Heckfahrradträger

Ein solches Folgekennzeichen wird immer dann wichtig, wenn das Vorhandene am Fahrzeug verdeckt ist. Dies kann zum Beispiel durch die Ladung mit einer Transportbox für die Anhängerkupplung oder eben mit den weit verbreiteten Heckfahrradträgern der Fall sein. Dabei ist unwichtig, ob der Heckfahrradträger alles verdeckt oder es noch teilweise sichtbar ist, Ihr müsst in jedem Fall bei der Verwendung eines Heckfahrradträgers ein Folgekennzeichen einplanen. Am besten achtet Ihr schon beim Kauf des Trägers darauf, dass dieser auch einen Kennzeichenhalter hat, damit Ihr das erforderliche Kennzeichen auch montieren könnt. In vielen Ländern wird das Fehlen des Folgekennzeichens geahndet, so ist es in der Schweiz sehr wichtig, vorbereitet zu sein. Auch in Österreich solltet Ihr Euch vorbereiten und Euer Folgekennzeichen am Heckfahrradträger montieren. Grundsätzlich kann ein fehlendes Kfz-Kennzeichen auch in Deutschland geahndet werden. 

Achtet außerdem auch darauf, dass oft auch die Leuchten am Fahrzeug durch die transportieren Fahrräder verdeckt werden. Im Straßenverkehr können die anderen Verkehrsteilnehmer Eure Rückleuchten und Blinker so nicht erkennen, deshalb ist es wichtig, einen beleuchteten Heckfahrradträger zu nutzen.

 

Besorgt Euch ein Folgekennzeichen für Euren Heckfahrradträger

Wenn Ihr einen Heckfahrradträger kauft, solltet Ihr am besten umgehend auch das Folgekennzeichen besorgen. Da dieses keine Stempelung benötigt, könnt Ihr Euch in der Regel lange Wartezeiten sparen. Lasst einfach bei Eurer örtlichen Anlaufstelle ein Kennzeichen dublizieren, in der Regel sind beim Straßenverkehrsamt verschiedene Anbieter ansässig, sodass Ihr das Kennzeichen dort kurzfristig besorgen könnt. Die Wartezeiten vor Ort sind zwar individuell, aber in der Regel sehr gering. Oft ist auch das Bestellen im Internet kein Problem, so spart Ihr Euch sogar den Weg zum Amt. 

Checkliste vor der Fahrt mit Anhänger

12. September 2018 um 10:28

ChecklisteBevor Ihr Euch mit Eurem Gespann in Bewegung setzt, solltet Ihr bestimmte Punkte von Eurer Checkliste durchgehen und prüfen. Wir haben für Euch die wichtigsten Punkte einmal zusammengestellt, die Ihr unbedingt vor dem Losfahren überprüfen solltet, damit Ihr gut für die nächste Fahrt mit dem Anhänger vorbereitet seid. 

 

Unsere Checkliste: Diese Punkte sind vor der Fahrt mit dem Anhänger zu prüfen

  1. Vergewissert Euch, dass die Kugelkupplung des Anhängers auch tatsächlich auf der Kugelstange des Zugfahrzeug eingerastet ist. An vielen Anhängern ist zur Erkennung eine Markierung vorgesehen, damit Ihr Euch sicher sein könnt, dass alles korrekt ist – auch wenn Ihr das Geräusch zum Einrasten vielleicht einmal überhört habt.
  2. Prüft vor dem Losfahren auf jeden Fall die Blinker und Leuchten. Durch den Elektrosatz sind Zugfahrzeug und Anhänger elektronisch miteinander verbunden, ob dort auch alles korrekt funktioniert, solltet Ihr vor jeder Anhängerfahrt durch ein Überprüfen der Blink- und Leuchtfunktionen abgleichen. Außerdem solltet Ihr auch alle Reflektoren noch einmal unter die Lupe nehmen, sind diese vielleicht zu verschmutzt?
  3. Ist das Sicherungsseil korrekt am Fahrzeug befestigt? In einigen EU-Ländern sind dafür bestimmte Halterungen vorgeschrieben. Wie Ihr das Abreißseil richtig befestigt, stellen wir Euch in unserem Beitrag vor.
  4. Habt Ihr alle Werte eingehalten? Beim Fahren mit Anhänger sollte die Stützlast, die das Fahrzeug und die Anhängerkupplung zulassen, nicht überschritten werden. Dabei kann die Anhängerkupplung oft mehr “aushalten” als das Fahrzeug, maßgeblich ist aber der geringere Wert
  5. Sichert vor dem Losfahren unbedingt Eure Ladung richtig. Große schwere Teile sollten nach unten, das Gewicht sollte grundsätzlich gleichmäßig verteilt sein und nichts sollte hin und her fliegen können. Dadurch kann sich das Fahrverhalten des Anhängers bei der Fahrt ändern und Ihr könnt schnell den Überblick verlieren.
  6. Abschließend solltet Ihr noch einmal um den ganzen Anhänger herumgehen. Ist die Handbremse gelöst? Ist das Stützrad hochgekurbelt? Sind mögliche Klappen geschlossen? Sind die Reifen in einem guten Zusatz? All diese Punkte solltet Ihr mit einem Blick prüfen können und gerade die Reifen im Hinblick auf das Fahren bei verschiedener Witterung in Auge behalten.

 

Nun müsst Ihr Euch nur noch die Innenspiegel am Fahrzeug richtig einstellen und ggf. die Zusatzspiegel in Betrieb nehmen. Dann habt ihr die Checkliste schon abgearbeitet, könnt losfahren und Euren Ausflug mit dem Anhänger beginnen. Gute Fahrt!

 

Die MVG-Systeme 2000, 2040 und 2080 – was ist was?

24. August 2018 um 10:14

MVG-SystemeUnsere MVG-Systeme findet Ihr oft in Verbindung mit den Zahlencodes 2000, 2040 und 2080. Wir erklären Euch, wofür die Codes eigentlich stehen und wo sie für Euch relevant sind. Die Codes bezeichnen MVG-Systeme. Diese bezeichnen verschiedene Modelle von Anhängerkupplungen, geben jedoch keine näheren Auskünfte dazu, für welches Fahrzeug das System passend ist.

 

Die MVG-Systeme einfach erklärt

Das System 2000 – allzeit bereit mit der starren Anhängerkupplung

Es ist wohl das am einfachsten zu erklärende System. Der Code 2000 bezeichnet bei MVG die starren Anhängerkupplungen. Dabei ist die Kugelstange fest am Querträger verschweißt. Bei manchen Modellen bieten wir Euch zusätzlich ein optionales Wechselplattensystem. Dabei könnt Ihr die starre AHK auf einer Wechselplatte gegen eine Maulkupplung austauschen und seid so flexibel und könnt die verschiedensten Anhänger anhängen. Gerade bei zugstarken Modellen wie den aktuellen Pick Ups ist dies oft hilfreich. 

 

Unser System 2040 – im Handumdrehen montiert

Das System 2040 ist der Nachfolger vom System 2020, beide Codes stehen für unser abnehmbare System. Bei unseren abnehmbaren Anhängerkupplungen könnt Ihr die Kugelstange jederzeit flexibel abnehmen und bei Nichtgebrauch im Kofferraum verstauen. Um die Kugelstange abzunehmen, bedient Ihr einfach unser Drehrad. Auch die Montage ist einfach und Ihr könnt die Anhängerkupplung im Handumdrehen in Betrieb nehmen. Auch der Steckdosenhalter ist wegklappbar, sodass man am Fahrzeug nichts mehr sehen kann, wenn Ihr die Anhängerkupplung gerade nicht nutzt. 

 

Das System 2080 – die schwenkbare Lösung für Ihr Fahrzeug

Mit dem Code 2080 bezeichnen wir unsere schwenkbare Anhängerkupplung. Dabei könnt Ihr die Kugelstange zwar nicht abnehmen, aber die Kugelstange kann weg geschwenkt werden, wenn die Anhängerkupplung nicht benötigt wird. Sie verschwindet dann unauffällig hinter dem Stoßfänger. Auch dabei erfolgt die Bedienung für Euch über ein Handdrehrad. Ihr braucht nur wenige Handgriffe, um die Kugelstange zu montieren und auch um die Demontage wieder durchzuführen. Auch hier ist der Steckdosenhalter einfach wegklappbar, sodass die AHK nicht auffällt, wenn sie nicht gebraucht wird.

Rückwärtsfahren leicht gemacht: Fünf Tipps zum Rangieren mit dem Anhänger

31. Juli 2018 um 9:33

RangierenRangieren mit Anhänger, das Einparken und die normale Fahrt ist oft nicht so einfach wie man es sich wünschen würde. Für das Fahren mit einem Anhänger muss man sich schließlich nicht nur an das große Gespann gewöhnen, sondern auch grundsätzlich die Einschränkungen des Führerscheins beachten.

Auch bei aller Übung ist oft das Rangieren und Rückwärtsfahren mit dem Anhänger am schwierigsten. Damit dies bald keine Hürde mehr darstellt, haben wir Euch fünf Tipps zusammengestellt, die das Rückwärtsfahren mit Anhänger leichter machen und Euch für das nächste Rangieren wappnen.

 

Darauf solltet Ihr beim Rangieren mit Anhänger achten

  1. Bevor Ihr los fahrt und den Anhänger beispielsweise in eine Parklücke rangiert, solltet Ihr unbedingt darauf achten, Eure Spiegel so einzustellen, dass Ihr den Anhänger gut sehen könnt. Dabei dürft Ihr auch den Innenspiegel nicht vernachlässigen, dieser wird beim Hängerfahren natürlich deutlich weniger genutzt als sonst, kann Euch aber beim Rückwärtsfahren eine Hilfe sein, da Ihr darin den Anhänger gut beobachten könnt und Euch Orientierungspunkte am Hänger suchen könnt. Sicher kennt der Eine oder Andere dies schon vom Anhängen, wenn man einmal keinen Helfer hat, wird das Anhängen durch Orientierungspunkte am Anhänger auch ohne Hilfe einfacher.
  2. Wenn Ihr rückwärts fahrt, achtet unbedingt darauf, dass Ihr langsam fahrt und lenkt. Je kleiner der Anhänger ist, desto stärker reagiert er auf Eure Lenkbewegungen. Wenn Ihr also alles etwas langsamer macht, könnt Ihr vermeiden, dass der Anhänger plötzlich eine Position eingenommen hat, die Ihr entweder vorher nicht abschätzen konntet oder die Ihr nicht einfach rückgängig machen könnt. Wenn Ihr langsam unterwegs seid, könnt Ihr jederzeit bremsen und auf Bewegungen des Anhängers reagieren.
  3. Wenn Ihr Euch mit den Abständen beim Einparken nicht sicher seid, solltet Ihr Euch einen Einweiser zur Hilfe holen. Wenn Ihr niemanden habt, steigt auf jeden Fall zwischendurch aus und seht Euch an, wieviel Platz zum Rangieren Ihr überhaupt noch habt.
  4. Achtet darauf, dass der Winkel beim Rückwärtsfahren nicht zu steil wird. Denn je steiler der Winkel ist, desto aufwendiger ist das Einparken in die Parklücke auch für Euch. Wenn es möglich ist, fahrt ruhig etwas weiter von der Parklücke weg, dann könnt Ihr ganz entspannt in einem sanften Bogen einparken.
  5. Bei der Wahl der Parklücke solltet Ihr schon vorab darauf achten, dass diese nicht nur selbst groß genug ist, sondern Ihr auch zum Rangieren an sich genug Platz habt. Bedenkt die Länge Eures Gespanns und agiert entsprechend vorausschauend.

 

PDC-Abschaltung: Warum das Auto den Anhänger nicht als Hindernis sieht

30. Mai 2018 um 10:25

PDC-AbschaltungSeit einigen Jahren gehört die sogenannte PDC (Park Distance Control) an PKW zur Standard-Ausstattung. Beim Rückwärtssetzen erkennen Sensoren per Ultraschall Hindernisse hinten, der Bordcomputer gibt dem Fahrer vorne ein optisches und / oder akustisches Signal. Eigentlich müsste ein Anhänger am Zugfahrzeug auch als Hindernis gemeldet werden, da er sich unmittelbar am Heck befindet. Die PDC müsste verrücktspielen und dauerhaft warnen. Tut sie aber nicht. Doch warum eigentlich nicht? Grund ist eine PDC-Abschaltung, die technisch auf verschiedene Art und Weisen realisiert wird.

Heinz Hueber, technischer Leiter unserer Abteilung für Elektrosätze, erklärt, wie die Park Distance Control bei nachgerüsteten Anhängerkupplungen abgeschaltet wird.

  1. Volle Integration in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs

Wird eine Anhängerkupplung werksseitig vom PKW-Hersteller verbaut, wird deren Elektronik komplett in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs integriert. Im Bordcomputer ist dann der Anhängerbetrieb freigeschaltet, so weiß dann der Bordcomputer automatisch beim Einstecken des Anhängersteckers, dass zum Beispiel die PDC und die Nebelrückleuchte am PKW abgeschaltet werden muss und evtl. die Gespannstabilisierung eingeschaltet wird.

Wird eine Anhängerkupplung nachgerüstet, so könnte diese Integration der Kupplungselektronik in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs von einer Fachwerkstatt ebenfalls erledigt werden. Dazu müssen die im Fahrzeug befindlichen Steuergeräte manuell mittels Tester für den Anhängerbetrieb freigeschaltet werden (ACHTUNG nicht jeder Tester kann auch alle Steuergeräte freischalten).
Leider lassen nicht alle Fahrzeughersteller diesen Zugriff auf die intelligente Bordelektronik ohne weiteres zu. Eventuell wird nach einem Vertragswerkstattbesuch die Freischaltung zurückgesetzt. Deshalb lösen die Hersteller der nachrüstbaren Anhängerkupplungen die PDC-Abschaltung durch eine elektronische oder mechanische Anhängererkennung.

  1. Steuermodul im E-Satz übernimmt die Erkennung

In dem zur Anhängerkupplungen mitgelieferten Elektrosatz ist ein Steuermodul eingebaut, dass das Vorhandensein eines Anhängers über die angekoppelte Last der Anhängerbeleuchtung erkennt und die notwendigen Informationen an die Bordelektronik weitergibt. Wir klinken uns damit zwar in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs ein, aber ohne Freischaltung. Die PDC-Abschaltung wird entweder über einen P-OFF Schalter, über den immer mehr Fahrzeuge verfügen, manuell ein bzw. ausgeschaltet oder automatisch mittels intelligentem Steuermodul des E-Satzes, das auch die Nebelschlussleuchte bei Anhängerbetrieb am Fahrzeug ab- und am Hänger anschaltet. Nachteil: Weitere Fahrerassistenzsysteme werden nicht angepasst.

  1. Mikroschalter unterbricht Stromzufuhr

Der einfachste Weg ist ein mechanischer Mikroschalter in der Steckdose der Anhängerkupplung. Wird der Stecker des Anhängers eingesteckt, wird der Mikroschalter umgelegt und unterbricht die Stromzufuhr der PDC. Gleichzeitig wird auch die Nebelschlussleuchte am Zugfahrzeug abgeschaltet. Die Nebelschlussleuchte am Anhänger leuchtet dann allein, beim Zugfahrzeug leuchtet nichts mehr.

  1. Digitale Kommunikation über Datenbus (CAN)

Heute kommunizieren viele Fahrzeuge über einen sogenannten Datenbus. Dabei werden alle Informationen im Fahrzeug digital über eine Zweidrahtleitung transportiert. Die Steuergeräte sind über den Datenbus, CAN (Controller Area Network) genannt, miteinander verbunden und tauschen erforderliche Signale über die beiden Leitungen, CAN-High und CAN-Low, aus.

Technisch könnten die modernen Steuergeräte der Anhängerkupplungen sich in den CAN-Bus einklinken und mit den Bordsteuergeräten digital kommunizieren. Dies ist aktuell noch selten der Fall.