Wann ist eine Freischaltung beim Nachrüsten notwendig?

8. November 2018 um 11:46

FreischaltungDamit das Zugfahrzeug später auch korrekt mit dem Anhänger kommuniziert und auch die Beleuchtungseinrichtungen fehlerfrei ihren Job machen, ist das korrekte Verbauen des Elektrosatzes mit einer Freischaltung wichtig. Dies sollte gerade im Hinblick auf die immer aufwendigere Elektronik der Fahrzeuge am besten vom Fachmann durchgeführt werden.

Eine Freischaltung ist vor allem bei neueren Fahrzeugen, die mit einem CAN-Datenbus ausgestattet sind, erforderlich. Die Freischaltung muss ordnungsgemäß durchgeführt werden, um die kompletten Funktionen des Elektrosatzes bei der nächsten Anhängerfahrt zu gewährleisten. Oft sind dazu in der Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers Hinweise zu finden, in der Fachwerkstatt wissen die zuständigen Mitarbeiter in der Regel, wie sie die Programmierung und das Freischalten durchführen müssen und sind mit den notwendigen Mitteln ausgestattet.

 

Was passiert, wenn die Freischaltung des Elektrosatzse nicht erfolgt?

Wenn Ihr den Elektrosatz nicht freischalten lasst, wird es mit der Anhängerfahrt schwierig. Schließlich sind für eine sichere Fahrt mit dem Anhänger alle Blink- und Leuchtfunktionen am Anhänger wichtig, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Diese Funktionen können erst durch das Freischalten richtig funktionieren. So sorgt diese beispielsweise dafür, dass die Nebelschlussleuchte beim Anhängerbetrieb am Fahrzeug abgeschaltet wird und dafür am Anhänger funktioniert. Wenn die Freischaltung nicht erfolgt, leuchten beide Nebelschlussleuchten. Oft gibt es bei der Fahrt mit dem Anhänger akustische und elektronische Signale, beispielsweise beim Blinken. Diese fallen ebenfalls weg, wenn Euer Elektrosatz nicht korrekt verbaut ist, allerdings betrifft dies eher Elektrosätze mit akustischer oder elektronischer Blinkkontrolle.

Sicher Beladen für die Fahrt mit Anhänger

11. Oktober 2018 um 11:25

BeladenVor der Fahrt mit dem Anhänger ist es wichtig, sich auch mit der Ladung zu beschäftigen. Schließlich kann diese das Fahrverhalten des Gespanns beeinflussen. Wenn Ihr die Checkliste zum Fahren mit Anhänger durchgegangen seid, werdet Ihr Euch auch mit der Ladung beschäftigen. Vielleicht habt Ihr den Anhänger schon beladen, vielleicht müsst Ihr aber auch noch ein paar Teile unterbringen. Dabei ist es wichtig, sich über ein paar Punkte klar zu werden. Der Schwerpunkt des Anhängers ist in der Regel mittig, leicht vor der Achse. Wichtig beim Beladen ist es, nicht nur zu wissen, wo der Schwerpunkt ist, sondern diesen auch bei der Verteilung der Last einzuplanen. Dabei solltet Ihr vor allem darauf achten, die Last gleichmäßig am Schwerpunkt und um den Schwerpunkt herum zu verteilen. Lieber Ihr ladet die Ware etwas weiter vorne ein als zu weit hinten. Wenn Ihr den hinteren Teil überladet, kommt es zu einer negativen Stützlast, diese kann das Gespann bei der Fahrt ins Schleudern bringen.

Zusätzlich solltet Ihr darauf achten, dass große, schwere Ladungsstücke möglichst weit unten am Boden gelagert werden. Ein liegender Schrank ist einfacher zu transportieren als ein stehender, schließlich federt auch dieser Schrank Fahrbewegungen ab und kann seinen eigenen Schwerpunkt beispielsweise beim Fahren um eine Kurve ungewollt verlagern. Wenn der Schrank hingegen liegend transportiert wird, ist auch der Schwerpunkt des Schranks deutlich tiefer und beeinflusst das Fahrverhalten des Anhängers und des ganzen Gespanns deutlich weniger. Wichtig ist außerdem, dass Ihr Eure Ladung stets gut sichert. Zurrgurte und Netze sind eine gute Möglichkeit zur Ladungssicherung, im Ernstfall werden schließlich auch kleinste Ladungen zu gefährlichen Geschossen. Auch umher rutschende Kartons mit Büchern bei einem Umzug sind schwer und können den Anhänger negativ beeinflussen, deshalb solltet Ihr diese so im Anhänger verladen, dass der Bewegungsspielraum eingeschränkt ist, im Zweifel verwendet Ihr am besten auch dabei Sicherungsgurte.

Das Kennzeichen für den Heckfahrradträger

26. September 2018 um 10:55

KennzeichenWenn Ihr mit einem Heckfahrradträger unterwegs seid, müsst Ihr auch für Euren Heckfahrradträger ein Kfz-Kennzeichen haben. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Folgekennzeichen. Es unterscheidet sich von Eurem Kft-Kennzeichen nicht und ist im Grunde ein Dublikat.

Darum braucht Ihr ein Kennzeichen für den Heckfahrradträger

Ein solches Folgekennzeichen wird immer dann wichtig, wenn das Vorhandene am Fahrzeug verdeckt ist. Dies kann zum Beispiel durch die Ladung mit einer Transportbox für die Anhängerkupplung oder eben mit den weit verbreiteten Heckfahrradträgern der Fall sein. Dabei ist unwichtig, ob der Heckfahrradträger alles verdeckt oder es noch teilweise sichtbar ist, Ihr müsst in jedem Fall bei der Verwendung eines Heckfahrradträgers ein Folgekennzeichen einplanen. Am besten achtet Ihr schon beim Kauf des Trägers darauf, dass dieser auch einen Kennzeichenhalter hat, damit Ihr das erforderliche Kennzeichen auch montieren könnt. In vielen Ländern wird das Fehlen des Folgekennzeichens geahndet, so ist es in der Schweiz sehr wichtig, vorbereitet zu sein. Auch in Österreich solltet Ihr Euch vorbereiten und Euer Folgekennzeichen am Heckfahrradträger montieren. Grundsätzlich kann ein fehlendes Kfz-Kennzeichen auch in Deutschland geahndet werden. 

Achtet außerdem auch darauf, dass oft auch die Leuchten am Fahrzeug durch die transportieren Fahrräder verdeckt werden. Im Straßenverkehr können die anderen Verkehrsteilnehmer Eure Rückleuchten und Blinker so nicht erkennen, deshalb ist es wichtig, einen beleuchteten Heckfahrradträger zu nutzen.

 

Besorgt Euch ein Folgekennzeichen für Euren Heckfahrradträger

Wenn Ihr einen Heckfahrradträger kauft, solltet Ihr am besten umgehend auch das Folgekennzeichen besorgen. Da dieses keine Stempelung benötigt, könnt Ihr Euch in der Regel lange Wartezeiten sparen. Lasst einfach bei Eurer örtlichen Anlaufstelle ein Kennzeichen dublizieren, in der Regel sind beim Straßenverkehrsamt verschiedene Anbieter ansässig, sodass Ihr das Kennzeichen dort kurzfristig besorgen könnt. Die Wartezeiten vor Ort sind zwar individuell, aber in der Regel sehr gering. Oft ist auch das Bestellen im Internet kein Problem, so spart Ihr Euch sogar den Weg zum Amt. 

Checkliste vor der Fahrt mit Anhänger

12. September 2018 um 10:28

ChecklisteBevor Ihr Euch mit Eurem Gespann in Bewegung setzt, solltet Ihr bestimmte Punkte von Eurer Checkliste durchgehen und prüfen. Wir haben für Euch die wichtigsten Punkte einmal zusammengestellt, die Ihr unbedingt vor dem Losfahren überprüfen solltet, damit Ihr gut für die nächste Fahrt mit dem Anhänger vorbereitet seid. 

 

Unsere Checkliste: Diese Punkte sind vor der Fahrt mit dem Anhänger zu prüfen

  1. Vergewissert Euch, dass die Kugelkupplung des Anhängers auch tatsächlich auf der Kugelstange des Zugfahrzeug eingerastet ist. An vielen Anhängern ist zur Erkennung eine Markierung vorgesehen, damit Ihr Euch sicher sein könnt, dass alles korrekt ist – auch wenn Ihr das Geräusch zum Einrasten vielleicht einmal überhört habt.
  2. Prüft vor dem Losfahren auf jeden Fall die Blinker und Leuchten. Durch den Elektrosatz sind Zugfahrzeug und Anhänger elektronisch miteinander verbunden, ob dort auch alles korrekt funktioniert, solltet Ihr vor jeder Anhängerfahrt durch ein Überprüfen der Blink- und Leuchtfunktionen abgleichen. Außerdem solltet Ihr auch alle Reflektoren noch einmal unter die Lupe nehmen, sind diese vielleicht zu verschmutzt?
  3. Ist das Sicherungsseil korrekt am Fahrzeug befestigt? In einigen EU-Ländern sind dafür bestimmte Halterungen vorgeschrieben. Wie Ihr das Abreißseil richtig befestigt, stellen wir Euch in unserem Beitrag vor.
  4. Habt Ihr alle Werte eingehalten? Beim Fahren mit Anhänger sollte die Stützlast, die das Fahrzeug und die Anhängerkupplung zulassen, nicht überschritten werden. Dabei kann die Anhängerkupplung oft mehr “aushalten” als das Fahrzeug, maßgeblich ist aber der geringere Wert
  5. Sichert vor dem Losfahren unbedingt Eure Ladung richtig. Große schwere Teile sollten nach unten, das Gewicht sollte grundsätzlich gleichmäßig verteilt sein und nichts sollte hin und her fliegen können. Dadurch kann sich das Fahrverhalten des Anhängers bei der Fahrt ändern und Ihr könnt schnell den Überblick verlieren.
  6. Abschließend solltet Ihr noch einmal um den ganzen Anhänger herumgehen. Ist die Handbremse gelöst? Ist das Stützrad hochgekurbelt? Sind mögliche Klappen geschlossen? Sind die Reifen in einem guten Zusatz? All diese Punkte solltet Ihr mit einem Blick prüfen können und gerade die Reifen im Hinblick auf das Fahren bei verschiedener Witterung in Auge behalten.

 

Nun müsst Ihr Euch nur noch die Innenspiegel am Fahrzeug richtig einstellen und ggf. die Zusatzspiegel in Betrieb nehmen. Dann habt ihr die Checkliste schon abgearbeitet, könnt losfahren und Euren Ausflug mit dem Anhänger beginnen. Gute Fahrt!

 

Die MVG-Systeme 2000, 2040 und 2080 – was ist was?

24. August 2018 um 10:14

MVG-SystemeUnsere MVG-Systeme findet Ihr oft in Verbindung mit den Zahlencodes 2000, 2040 und 2080. Wir erklären Euch, wofür die Codes eigentlich stehen und wo sie für Euch relevant sind. Die Codes bezeichnen MVG-Systeme. Diese bezeichnen verschiedene Modelle von Anhängerkupplungen, geben jedoch keine näheren Auskünfte dazu, für welches Fahrzeug das System passend ist.

 

Die MVG-Systeme einfach erklärt

Das System 2000 – allzeit bereit mit der starren Anhängerkupplung

Es ist wohl das am einfachsten zu erklärende System. Der Code 2000 bezeichnet bei MVG die starren Anhängerkupplungen. Dabei ist die Kugelstange fest am Querträger verschweißt. Bei manchen Modellen bieten wir Euch zusätzlich ein optionales Wechselplattensystem. Dabei könnt Ihr die starre AHK auf einer Wechselplatte gegen eine Maulkupplung austauschen und seid so flexibel und könnt die verschiedensten Anhänger anhängen. Gerade bei zugstarken Modellen wie den aktuellen Pick Ups ist dies oft hilfreich. 

 

Unser System 2040 – im Handumdrehen montiert

Das System 2040 ist der Nachfolger vom System 2020, beide Codes stehen für unser abnehmbare System. Bei unseren abnehmbaren Anhängerkupplungen könnt Ihr die Kugelstange jederzeit flexibel abnehmen und bei Nichtgebrauch im Kofferraum verstauen. Um die Kugelstange abzunehmen, bedient Ihr einfach unser Drehrad. Auch die Montage ist einfach und Ihr könnt die Anhängerkupplung im Handumdrehen in Betrieb nehmen. Auch der Steckdosenhalter ist wegklappbar, sodass man am Fahrzeug nichts mehr sehen kann, wenn Ihr die Anhängerkupplung gerade nicht nutzt. 

 

Das System 2080 – die schwenkbare Lösung für Ihr Fahrzeug

Mit dem Code 2080 bezeichnen wir unsere schwenkbare Anhängerkupplung. Dabei könnt Ihr die Kugelstange zwar nicht abnehmen, aber die Kugelstange kann weg geschwenkt werden, wenn die Anhängerkupplung nicht benötigt wird. Sie verschwindet dann unauffällig hinter dem Stoßfänger. Auch dabei erfolgt die Bedienung für Euch über ein Handdrehrad. Ihr braucht nur wenige Handgriffe, um die Kugelstange zu montieren und auch um die Demontage wieder durchzuführen. Auch hier ist der Steckdosenhalter einfach wegklappbar, sodass die AHK nicht auffällt, wenn sie nicht gebraucht wird.

Rückwärtsfahren leicht gemacht: Fünf Tipps zum Rangieren mit dem Anhänger

31. Juli 2018 um 9:33

RangierenRangieren mit Anhänger, das Einparken und die normale Fahrt ist oft nicht so einfach wie man es sich wünschen würde. Für das Fahren mit einem Anhänger muss man sich schließlich nicht nur an das große Gespann gewöhnen, sondern auch grundsätzlich die Einschränkungen des Führerscheins beachten.

Auch bei aller Übung ist oft das Rangieren und Rückwärtsfahren mit dem Anhänger am schwierigsten. Damit dies bald keine Hürde mehr darstellt, haben wir Euch fünf Tipps zusammengestellt, die das Rückwärtsfahren mit Anhänger leichter machen und Euch für das nächste Rangieren wappnen.

 

Darauf solltet Ihr beim Rangieren mit Anhänger achten

  1. Bevor Ihr los fahrt und den Anhänger beispielsweise in eine Parklücke rangiert, solltet Ihr unbedingt darauf achten, Eure Spiegel so einzustellen, dass Ihr den Anhänger gut sehen könnt. Dabei dürft Ihr auch den Innenspiegel nicht vernachlässigen, dieser wird beim Hängerfahren natürlich deutlich weniger genutzt als sonst, kann Euch aber beim Rückwärtsfahren eine Hilfe sein, da Ihr darin den Anhänger gut beobachten könnt und Euch Orientierungspunkte am Hänger suchen könnt. Sicher kennt der Eine oder Andere dies schon vom Anhängen, wenn man einmal keinen Helfer hat, wird das Anhängen durch Orientierungspunkte am Anhänger auch ohne Hilfe einfacher.
  2. Wenn Ihr rückwärts fahrt, achtet unbedingt darauf, dass Ihr langsam fahrt und lenkt. Je kleiner der Anhänger ist, desto stärker reagiert er auf Eure Lenkbewegungen. Wenn Ihr also alles etwas langsamer macht, könnt Ihr vermeiden, dass der Anhänger plötzlich eine Position eingenommen hat, die Ihr entweder vorher nicht abschätzen konntet oder die Ihr nicht einfach rückgängig machen könnt. Wenn Ihr langsam unterwegs seid, könnt Ihr jederzeit bremsen und auf Bewegungen des Anhängers reagieren.
  3. Wenn Ihr Euch mit den Abständen beim Einparken nicht sicher seid, solltet Ihr Euch einen Einweiser zur Hilfe holen. Wenn Ihr niemanden habt, steigt auf jeden Fall zwischendurch aus und seht Euch an, wieviel Platz zum Rangieren Ihr überhaupt noch habt.
  4. Achtet darauf, dass der Winkel beim Rückwärtsfahren nicht zu steil wird. Denn je steiler der Winkel ist, desto aufwendiger ist das Einparken in die Parklücke auch für Euch. Wenn es möglich ist, fahrt ruhig etwas weiter von der Parklücke weg, dann könnt Ihr ganz entspannt in einem sanften Bogen einparken.
  5. Bei der Wahl der Parklücke solltet Ihr schon vorab darauf achten, dass diese nicht nur selbst groß genug ist, sondern Ihr auch zum Rangieren an sich genug Platz habt. Bedenkt die Länge Eures Gespanns und agiert entsprechend vorausschauend.

 

PDC-Abschaltung: Warum das Auto den Anhänger nicht als Hindernis sieht

30. Mai 2018 um 10:25

PDC-AbschaltungSeit einigen Jahren gehört die sogenannte PDC (Park Distance Control) an PKW zur Standard-Ausstattung. Beim Rückwärtssetzen erkennen Sensoren per Ultraschall Hindernisse hinten, der Bordcomputer gibt dem Fahrer vorne ein optisches und / oder akustisches Signal. Eigentlich müsste ein Anhänger am Zugfahrzeug auch als Hindernis gemeldet werden, da er sich unmittelbar am Heck befindet. Die PDC müsste verrücktspielen und dauerhaft warnen. Tut sie aber nicht. Doch warum eigentlich nicht? Grund ist eine PDC-Abschaltung, die technisch auf verschiedene Art und Weisen realisiert wird.

Heinz Hueber, technischer Leiter unserer Abteilung für Elektrosätze, erklärt, wie die Park Distance Control bei nachgerüsteten Anhängerkupplungen abgeschaltet wird.

  1. Volle Integration in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs

Wird eine Anhängerkupplung werksseitig vom PKW-Hersteller verbaut, wird deren Elektronik komplett in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs integriert. Im Bordcomputer ist dann der Anhängerbetrieb freigeschaltet, so weiß dann der Bordcomputer automatisch beim Einstecken des Anhängersteckers, dass zum Beispiel die PDC und die Nebelrückleuchte am PKW abgeschaltet werden muss und evtl. die Gespannstabilisierung eingeschaltet wird.

Wird eine Anhängerkupplung nachgerüstet, so könnte diese Integration der Kupplungselektronik in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs von einer Fachwerkstatt ebenfalls erledigt werden. Dazu müssen die im Fahrzeug befindlichen Steuergeräte manuell mittels Tester für den Anhängerbetrieb freigeschaltet werden (ACHTUNG nicht jeder Tester kann auch alle Steuergeräte freischalten).
Leider lassen nicht alle Fahrzeughersteller diesen Zugriff auf die intelligente Bordelektronik ohne weiteres zu. Eventuell wird nach einem Vertragswerkstattbesuch die Freischaltung zurückgesetzt. Deshalb lösen die Hersteller der nachrüstbaren Anhängerkupplungen die PDC-Abschaltung durch eine elektronische oder mechanische Anhängererkennung.

  1. Steuermodul im E-Satz übernimmt die Erkennung

In dem zur Anhängerkupplungen mitgelieferten Elektrosatz ist ein Steuermodul eingebaut, dass das Vorhandensein eines Anhängers über die angekoppelte Last der Anhängerbeleuchtung erkennt und die notwendigen Informationen an die Bordelektronik weitergibt. Wir klinken uns damit zwar in die Bordelektronik des Zugfahrzeugs ein, aber ohne Freischaltung. Die PDC-Abschaltung wird entweder über einen P-OFF Schalter, über den immer mehr Fahrzeuge verfügen, manuell ein bzw. ausgeschaltet oder automatisch mittels intelligentem Steuermodul des E-Satzes, das auch die Nebelschlussleuchte bei Anhängerbetrieb am Fahrzeug ab- und am Hänger anschaltet. Nachteil: Weitere Fahrerassistenzsysteme werden nicht angepasst.

  1. Mikroschalter unterbricht Stromzufuhr

Der einfachste Weg ist ein mechanischer Mikroschalter in der Steckdose der Anhängerkupplung. Wird der Stecker des Anhängers eingesteckt, wird der Mikroschalter umgelegt und unterbricht die Stromzufuhr der PDC. Gleichzeitig wird auch die Nebelschlussleuchte am Zugfahrzeug abgeschaltet. Die Nebelschlussleuchte am Anhänger leuchtet dann allein, beim Zugfahrzeug leuchtet nichts mehr.

  1. Digitale Kommunikation über Datenbus (CAN)

Heute kommunizieren viele Fahrzeuge über einen sogenannten Datenbus. Dabei werden alle Informationen im Fahrzeug digital über eine Zweidrahtleitung transportiert. Die Steuergeräte sind über den Datenbus, CAN (Controller Area Network) genannt, miteinander verbunden und tauschen erforderliche Signale über die beiden Leitungen, CAN-High und CAN-Low, aus.

Technisch könnten die modernen Steuergeräte der Anhängerkupplungen sich in den CAN-Bus einklinken und mit den Bordsteuergeräten digital kommunizieren. Dies ist aktuell noch selten der Fall.

Check-Control beim Elektrosatz – was ist es und wie funktioniert es?

25. April 2018 um 9:16

Check-Control
Der Begriff Check-Control ist allgegenwärtig, gerade wenn es um die Elektronik am Fahrzeug geht. Doch was ist es eigentlich genau? Als Check-Control-System bezeichnet man die Lampenüberwachung oder auch Lampenausfallkontrolle, das System ist Bestandteil der Fahrzeug-Bordelektronik. Sie dient dazu, verschiedene Funktionen des Fahrzeuges zu kontrollieren. Dazu gehören zum Beispiel das Fern- und Bremslicht oder die Nebelschlussleuchte.

Wenn diese Leuchten ausfallen, dann wird dem Fahrer durch das System ein Ausfall durch optische Anzeigen signalisiert. Das können zum Beispiel bei Bordcomputern digitale Informationen sein.

Worauf ist bei Fahrzeugen mit Check-Control zu achten?

Die Elektronik eines Fahrzeuges ist oft nicht nur kompliziert, sondern auch sehr fein kalibriert, so dass Eingriffe große Einflüsse haben können. Bei Fahrzeugen, die über Check-Control verfügen, muss deshalb schon der Elektrosatz so konzipiert sein, dass die Beleuchtungsfunktionen grundsätzlich immer vor dem Lampentestgerät abgegriffen werden.

Die andere Möglichkeit ist, dass man einen Elektrosatz mit einem speziellen Anhängersteuergerät verwendet, wobei die Lampenströme für den Anhänger aus der Fahrzeugbatterie heraus generiert werden. Übrigens: Ein solcher Kabelsatz ist auch dringend angeraten bei Fahrzeugen mit zu geringen Leitungsquerschnitten (< 0,752).
Darauf achten wir schon bei der Konzeption und Entwicklung unserer Elektrosätze genau. Ihr müsst also beim Kauf lediglich darauf achten, dass der Elektrosatz für Fahrzeuge mit Check-Control geeignet ist.

 

Elektrosätze mit Anhängersteuergerät MVG-Typ 4112

Unsere Elektrosätze, bei denen ein Anhängersteuergerät des MVG-Types 4112 verbaut ist, sind bestens geeignet für Fahrzeuge mit Check-Control und oder mit zu geringen Leitungsquerschnitten (< 0,752).
Dabei profitiert Ihr außerdem von folgenden Produktvorteilen:

  • Kurzschlussfeste Ausgänge der Anhängerleuchtfunktionen
  • Sowohl für Anhänger mit LED- als auch mit Glühlampen geeignet
  • Mikroprozessorgesteuert
  • Überwachung der Ladeleitung/Laden aktiv bei laufendem Motor und eine Lichtfunktion an
  • Made in Germany

Der CAN-Datenbus beim Elektrosatz

3. März 2018 um 15:13

CAN-Datenbus

Der Begriff CAN-Datenbus steht für die englischen Worte Controller Area Network. Wenn ein Fahrzeug mit einem modernen CAN-Datenbus ausgestattet ist, bedeutet das, dass der Informationsaustausch innerhalb des Bordnetzwerkes des Fahrzeugs nicht wie üblich auf analogem, sondern stattdessen auf digitalem Weg erfolgt. Möchte man das System des CAN-Bus nutzen, um zum Beispiel den Montageaufwand zu verringern, muss auch der Elektrosatz über ein CAN-Anhängersteuergerät verfügen. Nur dann können alle im Anhängerbetrieb erforderlichen Lichtfunktionen funktionsgerecht gesteuert werden.

Die Montage des Elektrosatzes sollte am besten in der Fachwerkstatt erfolgen, da manche Fahrzeuge eine Freischaltung der KFZ-Elektronik für den Anhängerbetrieb erforderlich machen.

Darauf solltet Ihr außerdem achten beim CAN-Datenbus

Wichtig für Euch ist, dass Ihr Euch erst immer vergewissert, dass Euer Auto über einen CAN-Datenbus verfügt. Wenn das der Fall ist, müsst Ihr auch beim Kauf des Elektrosatzes immer darauf achten, dass dieser über ein entsprechendes Anhängemodul verfügt. Achtet darauf, dass ein Universal-Elektrosatz nicht für Fahrzeuge mit CAN verwendet werden kann und Ihr Euch gut beraten lasst.

Die Reinigung der Anhängerkupplung – so macht Ihr es richtig

18. Oktober 2017 um 16:54

ReinigungWie führt man eigentlich eine Reinigung bei der Anhängerkupplung richtig durch? Eine Anhängerkupplung ist ein Gebrauchsgegenstand und wird oft und schnell dreckig. Damit Ihr Euch selbst beim Be- und Entladen des Kofferraums dann nicht dreckig macht, könnt Ihr die Anhängerkupplung hin und wieder reinigen. Dafür reicht das einfache Abspritzen mit dem Wasserschlauch oder einer Gießkanne. Pflegemittel sind nicht zu verwenden. Beim Fetten der Anhängerkupplung ist besonders darauf zu achten, dass dies nicht erfolgen sollte, sofern Schlingungsdämpfer verwendet werden. Das Fett würde die Funktion der Dämpfer einschränken.

Auch bei der Aufnahme oder Hülse einer abnehmbaren Anhängerkupplung ist es vollkommen ausreichend, wenn Ihr diese mit dem Wasserschlauch ausspült. Die Aufnahme wurde extra so konzipiert, dass daran kein Schmutz haften kann, eine umfassendere Reinigung ist nicht notwendig.

Anders sieht es bei der Reinigung der Steckdose aus. Diese sollte von innen nicht mit Wasser bereinigt werden, verdreckt dort jedoch auch nur in den seltensten Fällen. Sollte sich doch einmal Dreck ansammeln, reicht die Verwendung eines weichen Tuches aus, um den Dreck zu entfernen.