Den Anhänger anhängen: Die drei wichtigsten Schritte

2. Juni 2021 um 17:25

Den Anhänger anhängen Du möchtest mit dem Anhänger los, hast aber noch nicht genug Übung beim Anhänger anhängen? Wir haben ein paar Tipps für Dich und erläutern die wichtigsten Schritte zum sicheren und einfachen Anhängen Deines Anhängers.

Das Heranfahren an den Anhänger

Schon beim Heranfahren an den Anhänger solltest Du auf Präzision setzen und Dir Zeit nehmen. Achte zunächst darauf, wo Dein Anhänger steht. Ist beispielsweise links und rechts sowie hinter dem Anhänger ein wenig Platz? Gibt es mögliche Hindernisse, die Du nicht nur im Hinterkopf haben solltest, sondern ggf. vorab aus dem Weg räumen solltest? 

Am einfachsten ist es natürlich, wenn Du eine Hilfsperson hast, die Du am Anhänger platzieren kannst und die Dich dann einweist. Doch auch ohne Hilfsperson kannst Du mit etwas Übung den Anhänger gut alleine anhängen. 

Achte darauf, dass Du möglichst gerade vor den Anhänger fährst und Deine Anhängerkupplung schon möglichst mittig vom Anhänger platzierst. Mit etwas Übung kannst Du auch Orientierungspunkte am Anhänger ausmachen, die Dir dabei helfen, das Zugfahrzeug mittig rückwärts an den Anhänger heranzusetzen. 

Du solltest unbedingt darauf achten, nicht zu schnell zu fahren. Besonders wenn Du alleine bist, ist es besser, Du tastest Dich langsam an den Anhänger heran, als eine Beule im Heck Deines Autos zu riskieren. Möglicherweise hilft Dir eine Markierung am Boden dabei, den Abstand besser einzuschätzen, sodass Du nicht ständig aussteigen musst, um den verbleibenden Abstand zum Anhänger zu überprüfen. Auch ein Spiegel, den Du am Anhänger montierst, oder eine Rückfahrkamera für Dein Fahrzeug (falls diese nicht sowieso zur Ausstattung gehört, kann man die Kamera auch nachrüsten) helfen Dir beim Heranfahren an den Anhänger. 

Das Anhängen des Anhängers

Es ist soweit, Dein Zugfahrzeug steht mittig vor der Deichsel des Anhängers. Nun kurbelst Du das Stützrad langsam herunter und achtest dabei darauf, die Anhängerkupplung am Zugfahrzeug möglichst genau zu treffen. Bei manchen Anhängern wird das Herunterkurbeln durch die Feststellbremse des Anhängers behindert. Diese solltest Du erst lösen, wenn Du dich vorher vergewissert hast, dass der Anhänger nicht vorwärts oder rückwärts rollen kann. Am besten nutzt Du Unterlegkeile, wenn Du die Feststellbremse frühzeitig lösen musst. 

Wenn Du den Anhänger soweit herunter gekurbelt hast, dass er Kontakt zur AHK hat, kann es sein, dass der Anhänger schon von alleine auf die Anhängerkupplung springt und einrastet. Wenn dies nicht der Fall ist, hebst Du den Hebel an der Kugelkupplung leicht an und öffnest damit die Kupplung des Anhängers, sodass Du den Anhänger auf die Anhängerkupplung aufsetzen und anhängen kannst. Wenn Du den Hebel loslässt, sollte die Sicherung der Kugelkupplung automatisch einrasten. Um sicher zu sein, dass die Verriegelung funktioniert hat, kannst Du das Stützrad wieder ein Stück hochkurbeln. Wenn sich der Anhänger nicht von der Anhängerkupplung löst, ist alles korrekt verriegelt. 

Die Sicherheitskontrolle: Ist alles korrekt?

Mit der Verriegelung der Kugelkupplung auf der Anhängerkupplung hast Du schon die erste Sicherheitskontrolle absolviert. Anschließend befestigst Du das Abreißseil und steckst den Stecker zur Stromverbindung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger ein. Nun musst Du nur noch das Stützrad kontrollieren und ggf. noch in seine Parkposition bringen, die Bremse des Anhängers lösen, mögliche Keile wegnehmen und kannst schon aus der Parklücke des Anhängers herausfahren. Vergewissere Dich dann noch kurz, ob alle Lampen und Blinker am Anhänger korrekt funktionieren. Anschließend bist Du schon bereit für Deine Fahrt. 

 

Wie Du Deine Ladung bei der Anhängerfahrt korrekt sicherst, kannst Du in unserem Blogbeitrag nachlesen. 

 

Die Zulassung für Euren Anhänger: Die wichtigsten Infos

14. Mai 2021 um 14:58

Zulassung für den AnhängerWenn Ihr einen neuen Anhänger bekommt, dann solltet Ihr unbedingt auch die Fahrt zur Zulassungsstelle einplanen. Ein Anhänger für Pkw ist nicht zulassungsfrei und Ihr müsst Euch neben der Zulassung auch amtliche Nummernschilder besorgen. Um diese zu bekommen und Euren neuen Anhänger für die erste Fahrt nutzen zu können, müsst Ihr Euren Anhänger anmelden. Nur mit gültiger Zulassung dürft Ihr ihn im Straßenverkehr nutzen. 

Diese Dokumente braucht Ihr für die Zulassung Eures Anhängers

Damit Euer Anhänger zugelassen wird und Eure neuen Kennzeichen ausgestellt werden können, kommt Ihr um die Fahrt zur zuständigen Zulassungsstelle nicht herum. Wenn Ihr vor Ort seid, benötigt Ihr die folgenden Dokumente, damit Eure Zulassung ausgestellt werden kann: Ihr braucht die Herstellerbescheinigung beziehungsweise eine Bestätigung einer gültigen Hauptuntersuchung durch eine Prüforganisation wie die DEKRA oder den TÜV, die bestätigt, dass Euer Anhänger verkehrstauglich ist. Sollte der “TÜV” abgelaufen sein, fällt je nach Dauer der Überziehung ein Bußgeld an, achtet also unbedingt darauf, dass die Hauptuntersuchung noch gültig ist. Außerdem solltet Ihr Euch ausweisen können, beispielsweise mit einem Personalausweis. Auch die Zulassungsbescheinigung Teil I und II solltet Ihr in jedem Fall dabei haben. Abschließend braucht Ihr noch einen Versicherungscode von Eurer Versicherung, alternativ könnt Ihr auch eine Versicherungsdoppelkarte mitbringen. 

Keine Papiere?

Auch wenn Ihr keine Papiere habt, könnt Ihr den Anhänger anmelden, dies ist aber viel schwieriger. Eine solche Ausnahme wird auch nur dann gemacht, wenn der Fahrzeugschein oder Fahrzeugbrief verloren gegangen ist, nicht etwa, wenn Ihr diesen zuhause vergessen habt. Im Fall der verlorenen Unterlagen prüfen die zuständigen Behörden zunächst, wer der eigentliche Eigentümer Eures Anhängers ist. Selbstverständlich ist hier ein Kaufvertrag zwischen Euch und dem Verkäufer hilfreich und kann das Prozedere beschleunigen. Außerdem muss natürlich auch geprüft werden, ob der Anhänger als gestohlen gemeldet wurde. Ein Ersatz für die verlorenen Unterlagen kann in der Regel dann zeitnah angefordert werden, dazu sollte das alte Kennzeichen bekannt sein und der Fahrzeugschein am besten noch vorhanden sein. 

8 Fakten zur Achslast beim Anhänger

13. Januar 2021 um 14:47

AchslastWas ist eigentlich die Achslast und was müsst Ihr dazu eigentlich wissen? Wir haben die wichtigsten Infos für Euch zusammengefasst und geben Euch einen Kurzüberblick rund um die Achslast. Zu diesen wichtigsten Infos gehören natürlich auch ein paar Tipps zum Fahren mit Anhänger und inwiefern die Achslast bei der Fahrt beeinflusst werden kann. 

  1. Die Achslast ist definiert, als die Last, die auf die Achse des Fahrzeugs drückt. Sie wird von den Rädern einer Achse auf die Fahrbahn übertragen. 
  2. Sie kann grundsätzlich einfach wie folgt berechnet werden: Das Leergewicht plus Zuladung, also die tatsächliche Masse, wird durch die Anzahl der Achsen geteilt und ergibt dann den Wert der Achslast. Dieser wird in Tonnen angegeben, alle Achsen sollten stets gleichmäßig belastet sein. 
  3. Verfügt Euer Anhänger nur über eine Achse, so bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass die Achslast dann teilweise auf der Anhängerkupplung liegt und dort als Stützlast getragen werden muss. 
  4. Für Eure Fahrt mit dem Anhänger müsst Ihr sowohl die zulässige Achslast als auch das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs und des Zuges einhalten. 
  5. Man unterscheidet zwischen technischer und rechtlich zulässiger Achslast. Erstere ist stets auf ein festgelegtes Fahrzeug bezogen und in den Fahrzeugpapieren definiert. Ihr findet Sie unter Punkt 7 in Eurer Zulassungsbescheinigung. Unter Punkt 8 ist dann die rechtlich zulässige Last für die Achse angegeben. In alten Fahrzeugscheinen wird meist nur die rechtlich zulässige Achslast angegeben, sofern beide Werte angegeben sind, ist der geringere Wert maßgeblich. 
  6. Die Achslast ist bindend und darf nicht überschritten werden. Sie ist der entscheidende Wert, wenn etwa im Zuge einer Verkehrskontrolle eine mögliche Überladung überprüft werden soll. 
  7. Um einen Achsbruch zu vermeiden, solltet Ihr zum Einen immer die Ladung genau im Blick haben und nicht überladen. Zum Anderen solltet Ihr die Ladung stets gleichmäßig verladen, dies beugt einem Bruch vor. Wie das richtige Beladen funktioniert, könnt Ihr in unserem Beitrag lesen. 
  8. Zusätzlich zu den im Fahrzeugschein festgehaltenen Werten sind auch gesetzliche Bestimmungen zur maximalen Achslast festgelegt. Dies ist §34 StVZO. Die dort angegebenen Werte gelten für alle Anhänger mit Gummi- oder Luftbereifung. Bei Kraftfahrzeugen und Anhängern mit Luftreifen ist die Last auf die folgenden Werte festgelegt (weitere Angaben siehe §34 StVZO)
    • Last bei Einzelachsen: 10 t
    • Last bei angetriebenen Einzelachsen: 11,5 t
    • Last bei Doppelachse und einem geringeren Achsabstand als 1,0 Meter: 11,5 t
    • Last bei Doppelachse und einem Abstand von 1,0 bis 1,3 Meter: 16 t
    • Last bei Doppelachse und einem Abstand von 1,3 bis 1,8 Meter: 18 t

 

Verschiedene Anhängertypen für die Anhängerfahrt

12. November 2020 um 11:53

AnhängertypenJe nachdem, für welchen Zweck Ihr einen Anhänger braucht, wird ein anderer Anhängertyp verwendet. Für den Transport mit dem Pkw, beispielsweise um ein Boot oder Pferde zu transportieren, wird in der Regel ein Starrdeichselanhänger verwendet. Dieser ist sicher der gängigste Anhänger im Alltag. Doch es gibt noch zwei weitere Anhängertypen, die durchaus oft Verwendung finden.

Jede Art von Anhänger erfüllt einen bestimmten Zweck und überzeugt dabei mit speziellen Spezifikationen. Gleichzeitig sind auch nicht alle Anhängertypen mit einer Anhängerkupplungen kompatibel, wie beispielsweise bei einem Sattelanhänger. Damit Ihr dennoch den Überblick behaltet bei den verschiedenen Typen, haben wir Euch die drei gängigsten Anhängertypen einmal zusammengestellt. In der Regel wird eine Unterscheidung nach Bauart für die verschiedenen Anhängertypen genutzt.

Was definiert einen Anhänger eigentlich?

Als Anhänger sind Fahrzeuge definiert, die über eine Ladefläche, jedoch keinen eigenen Antrieb verfügen und über eine Deichsel mit einem Zugfahrzeug verbunden sind. Folgende drei grundlegende Bauformen werden unterschieden: Starrdeichselanhänger, Gelenkdeichselanhänger und Sattelanhänger.

Der Starrdeichselanhänger

Von einem Starrdeichselanhänger spricht man immer dann, wenn die Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger, also die Deichsel, starr ist. Diese Bauart ist die Gängigste, die meisten Anhänger im täglichen Gebrauch folgen dieser Bauart. Anhänger diese Art haben meist ein bis zwei Achsen. Die Achsen sind ebenfalls starr und nicht lenkbar.

Starrdeichselanhänger bis 750 kg sind sogenannte “leichte” Anhänger und können ohne eigene Bremse genutzt werden. Ist der Anhänger schwerer, so werden Auflaufbremsen am Anhänger benötigt. Beträgt das zulässige Gesamtgewicht insgesamt über 3,5 Tonnen, so muss eine durchgehende Bremsanlage verbaut sein. Die meisten der oben genannten Anhänger sind Starrdeichselanhänger.

Der Gelenkdeichselanhänger

Der Gelenkdeichselanhänger unterscheidet sich vor allem dadurch vom Starrdeichselanhänger, dass seine zwei oder mehr Achsen lenkbar sind. Diese Lenkung basiert zumeist auf einer Drehschemellenkung, ein sogenannter Königsbolzen wird als zentrales Gelenk verbaut und ermöglicht das Schwenken des Anhängers. In der Regel kommen solche Anhänger bei den meisten Pkw nicht zum Einsatz. Stattdessen werden sie vermehrt bei Lkw oder Traktoren verwendet, da sie als zweiachsiges Gefährt bis zu 20 Tonnen im Gesamtgewicht betragen können. Bei einem dreiachsigen Gefährt sind es dann schon 24 Tonnen.

Der Sattelanhänger

Die Meisten werden diesen Anhänger eher als Sattelauflieger kennen. Der Sattelauflieger hat keine Deichsel und gehört nicht zu den klassischen Anhängern für den Pkw. Der Sattelanhänger wird in der Regel bei Lkw verwendet, durch die spezielle Verbindungskonstruktion zwischen Sattelzug und Sattelauflieger ist eine Beweglichkeit in alle Richtungen möglich.

 

 

Mehr zur Fahrt mit Anhängern könnt Ihr auch in unserem Blogbeitrag nachlesen.

Rutschige Fahrbahn: Anhängerfahren bei Laub und nassem Wetter

29. Oktober 2020 um 7:30

Rutschige Fahrbahn: Anhängerfahrt bei Regen und Laub

Eine rutschige Fahrbahn macht die Fahrt mit dem Anhänger oft beschwerlich, mit dem Herbst gibt es nun vermehrt auch Nässe und Laub auf der Fahrbahn, sodass es schnell rutschig werden kann. Nicht nur gilt es im Herbst, seine Anhängerkupplung entsprechend “überwintern” zu lassen, sondern auch sich selbst für die Fahrt mit dem Anhänger bei Laub und kaltem Wetter vorzubereiten. Wir haben die wichtigsten Punkte für derartige Fahrten bei rutschiger Fahrbahn einmal für Euch zusammengestellt.

Sachgemäßes Ankuppeln

Vor jeder Fahrt mit dem Anhänger solltet Ihr einen prüfenden Blick walten lassen. Ist die Anhängerkupplung richtig montiert? Ist die abnehmbare Kugelstange korrekt eingerastet und abgeschlossen? Ist auch der Anhänger richtig auf der Kugelstange drauf und ebenfalls eingerastet? Wurde das Abreißseil korrekt befestigt? Sind all diese Punkte abgearbeitet, seid Ihr der Fahrt mit dem Anhänger zumindest schon ein Stück näher. Grundsätzlich sollten die genannten Punkte natürlich nicht nur bei Fahrten auf rutschiger Fahrbahn und bei kaltem Wetter und Laub auf den Straßen geprüft werden, sondern vor jeder Fahrt. Eure Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer ist besonders wichtig und kann durch einen losgelösten Anhänger schnell negativ beeinflusst werden. 

Beleuchtung prüfen – vor der Fahrt

Achtet vor der Fahrt mit dem Anhänger auch darauf, dass die Beleuchtungseinrichtungen des Gespanns und die Elektronik geprüft wird. Funktionieren alle Blinker? Gerade bei Fahrten im Dunkeln ist es sehr wichtig, dass Ihr gesehen werdet und sicher am Straßenverkehr teilnehmt. 

Rutschige Fahrbahn: Die richtige Bereifung ist das A und O

Winterreifen sind für Kfz Pflicht und ermöglichen das sichere Fahren bei Nässe, Frost und Schnee. Auch für den Anhänger solltet Ihr Wert darauf legen, dass dieser korrekt und vor allem sicher bereift ist. Eine rutschige Fahrbahn wird sonst schnell zum ungewollten Abenteuer. Je nachdem, wohin Eure Fahrt führt, oder wo Ihr unterwegs seid, sind auch Schneeketten für den Anhänger eine sinnvolle Investition. Achtet unbedingt darauf, dass möglichst sichergestellt ist, dass der Anhänger ebenso wie das Zugfahrzeug nicht ins Rutschen geraten kann. 

Achtet auf die Geschwindigkeit

Wie bei allen Fahrten mit Anhänger solltet Ihr auch immer auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit achten. Dies ist nicht nur wichtig, um mögliche Bußgelder zu vermeiden, sondern auch um eine möglichst sichere Fahrt bei Regen und Nässe oder auch Frost gewährleisten zu können. 

Ladung sichern

Klar ist, die Ladung muss bei jeder Fahrt vor dem Verrutschen gesichert sein, um ein Schlingern des Anhängers möglichst zu vermeiden. Solltet Ihr Euch aber beispielsweise im Schnee einmal festgefahren haben, dann könnt Ihr eine sinnvoll geplante und verladene Ladung zu Eurem Vorteil einsetzen und so umlagern, dass Ihr Euch einfach wieder aus der Lage befreien könnt. Bei allem gilt immer: Sicherheit geht vor. Sowohl für die transportierten Güter, als auch für das ganze Gespann!

Die Tempo 100-Plakette: Das müsst Ihr zur Plakette wissen

12. Oktober 2020 um 13:28

Tempo 100-Plakette

Mit einem Gespann dürft Ihr normalerweise 80 km/h fahren. Das ist die Maximalgeschwindigkeit, die vor allem für das Fahren außerhalb geschlossener Ortschaften und auf der Autobahn wichtig ist. Selbstverständlich gelten grundsätzlich immer die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten der Straßenverkehrsordnung. In Ausnahmefällen ist es trotz der Beschränkung auf 80 km/h für Gespanne laut StVO möglich, die Geschwindigkeit für ein Gespann auf 100 km/h zu erhöhen. 

Warum die Geschwindigkeitsbegrenzung so wichtig ist

Die Regulierung der Geschwindigkeit beim Fahren mit Anhänger ist deshalb so wichtig, da durch den Anhänger einige Faktoren deutlich beeinflusst werden. So kommt ein Gespann schneller ins Schlingern oder Schleudern, als ein normaler Pkw. Auch der Bremsweg wird durch das zusätzliche Gewicht deutlich beeinflusst und verlängert. Dies sollte man immer im Hinterkopf behalten, auch wenn man eine Tempo 100-Plakette beantragt und genehmigt bekommt. 

Tempo 100-Plakette: Das müsst Ihr wissen

Mit der Tempo 100-Plakette ist es für ein Gespann erlaubt bis zu 100 km/h zu fahren. Die Plakette ist nach den Änderungen der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO nicht mehr Gespann bezogen. Zuvor wurden die Plaketten für ein Gespann vergeben, sodass es nicht möglich war, beispielsweise den Anhänger des Gespanns mit einem anderen Fahrzeug bei Tempo 100 zu fahren.

Damit Ihr eine Plakette bekommen könnt, müsst Ihr einige Voraussetzungen erfüllen: Natürlich muss der Anhänger auf eine Geschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt und verkehrstüchtig sein. Die Reifen des Anhängers sollten mindestens einen Geschwindigkeitsindex von L und eine Zulassung für 120 km/h haben. Auch dürfen die Reifen nicht älter als sechs Jahre sein. Zusätzlich muss die Gesamtmasse des Anhängers kleiner oder höchstens gleich der zulässigen Anhängelast sein und darf die zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs nicht überschreiten. Auch die Stützlast ist ein wichtiger Faktor. So orientiert sich diese an der größtmöglichen Stützlast des Zugfahrzeugs oder des Anhängers, als Obergrenze gilt der jeweilige kleinere Wert. Abschließend muss an der Rückseite des Anhängers die Tempo 100 Plakette inklusive Siegel der Straßenverkehrsbehörde angebracht sein.

Ob diese Punkte erfüllt sind, wird bei neueren Fahrzeugen und Anhängern bereits vom Hersteller angegeben. Ist dies nicht der Fall, könnt Ihr ein Gutachten beispielsweise vom TÜV anfertigen lassen, das bestätigt, dass die erforderlichen Kriterien erfüllt sind. Anschließend erhaltet Ihr unter Vorlage des Gutachtens beim Straßenverkehrsamt die Plakette, die Ihr dann am Anhänger befestigt und vom Straßenverkehrsamt zusätzlich siegeln lassen müsst. Auch in den Papieren muss die Genehmigung zur Fahrt mit 100 km/h eingetragen werden.

 

 

 

Aktueller Bußgeldkatalog | Parken mit dem Anhänger

24. September 2020 um 9:09

Parken mit Anhänger

Darauf müsst Ihr beim Parken des Anhängers unbedingt achten

Wie, wo, wann und wie lange könnt Ihr Euren Anhänger eigentlich parken und unter welchen Bedingungen? Worauf ist zu achten? All das ist im Bußgeldkatalog geregelt. Für die Fahrt mit dem Anhänger und das anschließende Parken ist es beispielsweise erforderlich, dass Ihr Unterlegkeile mitführt und den Anhänger beim Parken damit gegen das Wegrollen schützt. Auch ist es nicht erlaubt, den Anhänger ohne das Zugfahrzeug länger als zwei Wochen am selben, öffentlichen Ort zu parken. Grundsätzlich solltet Ihr Euren Anhänger natürlich immer so parken, dass der laufende Verkehr nicht durch den Anhänger gestört wird. 

Das Zusammenspiel von Zugfahrzeug und Anhänger

Relevant für die Fahrt mit dem Anhänger ist natürlich auch die Verbindung zwischen Fahrzeug und Anhänger. Diese muss in ordnungsgemäßen Zustand sein und genehmigt sein. Bei unseren Produkten übernehmen wir die Genehmigung, so sind unsere Anhängerkupplungen nach der Regelung ECE 55 (zuvor 94/20/EG) genehmigt sowie nach allen gültigen Regeln und dem neuesten Stand der Technik gefertigt. Unsere Anhängerkupplungen müsst Ihr nicht mehr bei einer Prüfstelle prüfen und eintragen lassen, Ihr müsst lediglich unsere Montage- und Betriebsanleitung mitführen. Das ist die sogenannte ABE. Es ist nicht erlaubt, selbst Veränderungen an der Anhängerkupplung vorzunehmen, da dadurch die Genehmigung erlischt. 

Habt Ihr jedoch eine AHK montiert, die beispielsweise verändert wurde und die Verkehrssicherheit beeinflusst werden kann, müsst Ihr mit einer Geldstrafe und einem Punkt rechnen. Dabei wird noch einmal unterschieden, ob “nur” eine Gefährdung bestand oder sogar ein Unfall passiert ist. Auch wenn Ihr ein Gespann mit nicht vorschriftsmäßiger Anhängerkupplung führt oder dies als Fahrzeughalter zulasst, werden Geldbußen verhängt.

Unten stehend findet Ihr einmal die Staffelung für die Vergehen beim Parken:

  • Anhänger geführt, ohne Unterlegkeile mitzuführen: 5 €
  • Anhänger ohne Kfz länger als zwei Wochen am selben Ort geparkt: 20 €
  • Gespann mit nicht vorschriftsmäßiger AHK geführt: 25 €
  • Führen eines Gespanns mit nicht vorschriftsmäßiger AHK als Fahrzeughalter zugelassen: 35 €
  • Gespann trotz mangelhafter Verbindung von Kfz und Anhänger, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen würden, geführt: 135 €, 1 Punkt
  • Gespann trotz mangelhafter Verbindung von Kfz und Anhänger, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen würden, mit Gefährdung geführt: 165 €, 1 Punkt
  • Gespann trotz mangelhafter Verbindung von Kfz und Anhänger, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen würden, mit Unfall geführt: 200 €, 1 Punkt

 

Weitere Infos findet Ihr auch auf der Website zum Bußgeldkatalog

Aktueller Bußgeldkatalog | Ladungssicherung für die Fahrt mit dem Anhänger

27. August 2020 um 9:55

Bei der Fahrt mit dem Anhänger, etwa bei einem Umzug oder beim Wegfahren der Grünabfälle, ist es wichtig, die Ladung richtig zu sichern. Nicht nur ist dies erforderlich, da dadurch verhindert wird, dass die Ladung sich bewegt und so die Fahrt des Anhängers beeinflusst und das Gespann beispielsweise ins Schlingern gerät. Auch um unnötigen Lärm zu vermeiden, muss Ladung gesichert sein. Die Ladungssicherung ist auch behördlich festgelegt im Bußgeldkatalog. Welche Verstöße sind für Eure Fahrt mit dem Anhänger relevant? 

Verstöße bei der Ladungssicherung

Wenn Eure Ladung beispielsweise über den Anhänger hinausragt, ist ein Bußgeld fällig. Dies ist gestaffelt, je nachdem wie weit die Ladung herausragt und wohin. Ragt sie drei Meter nach hinten heraus, müsst Ihr mit einem Bußgeld in Höhe von 20 € rechnen. Ragt sie nur einen Meter, jedoch ohne Kenntlichmachung durch eine Leuchte hinaus, werden 25 € fällig. Wichtig ist in jedem Fall, dass Ihr die überstehende Ladungen immer gut sichtbar kennzeichnet für andere Verkehrsteilnehmer. Dafür müsst Ihr eine rote Fahne oder ein rotes Tuch in einer vorgegeben Größe und einer maximalen Höhe von 1,50 Meter an Eurer Ladung befestigt, um so andere Verkehrsteilnehmer zu warnen.

Auch die Höhe der Ladung ist relevant. So darf Euer Fahrzeug mit Ladung nicht höher als 4,20 Meter sein, andernfalls zahlt Ihr 60 € Strafe. Zusätzlich erhaltet Ihr sogar noch einen Punkt. Ist Eure Ladung nicht gegen Herabfallen gesichert, liegt das Bußgeld bei 35 €. Wenn durch die fehlende Sicherung sogar eine Gefährdung oder eine Sachbeschädigung entstehen könnte, müsst Ihr mit einer Strafe von bis zu 75 € sowie einem Punkt rechnen. 

Achtet bei Eurer Fahrt auch immer darauf, die Ladung sicher zu verstauen und den Anhänger gut durchdacht zu beladen. Ein rutschfester Boden kann hilfreich sein, auch sollten schwere Ladungen möglichst tief gelagert werden. Polstert scharfe Kanten und Ecken ab, vermeidet Lücken in Eurer Ladung und zurrt diese am besten zusätzlich fest. Bei manchen Ladungen, wie Grünabfällen, macht ein Netz Sinn, dass das Wegfliegen der Ladung verhindert.

Unten stehend findet Ihr die Staffelung für die Ladungssicherung:

  • Vermeidbarer Lärm durch Ladung nicht verhindert: 10 €
  • Ladung ragt nach hinten min. 3 Meter über Kfz hinaus: 20 €
  • Ladung ragt nach hinten min. 1,5 Meter über Kfz hinaus bei min. 100 km/h: 20 €
  • Ladung ragt nach hinten über einen Meter ohne Kenntlichmachung durch Leuchte hinaus: 25 €
  • Ladung ragt nach vorne über Kfz hinaus: 20 €
  • Ladung nicht ausreichend gegen Herabfallen gesichert: 35 €
  • Ladung nicht ausreichend gegen Herabfallen gesichert mit Gefährdung: 60 €, 1 Punkt
  • Ladung nicht ausreichend gegen Herabfallen gesichert mit Sachbeschädigung:75 €, 1 Punkt
  • Ladung nicht ausreichend gegen Herabfallen gesichert mit Gefährdung: 60 €, 1 Punkt
  • Fahrzeug mit Ladung höher als 4,20 Meter: 60 €, 1 Punkt

 

 

Weitere Infos findet Ihr auch auf der Website zum Bußgeldkatalog

Aktueller Bußgeldkatalog | Überladungen bei der Fahrt mit dem Anhänger

19. Juli 2020 um 9:19

Anhänger ÜberladungDen Anhänger richtig zu beladen, ist gar nicht so einfach. Dabei ist auf einiges zu achten, die richtige Verteilung der Ladung und die Sicherung spielen beispielsweise eine große Rolle. Besonders wichtig ist auch das Gewicht der Ladung, dieses muss nicht nur richtig verteilt sein, um eine möglichst ruhige Fahrt des Anhängers zu ermöglichen. Auch darf das zulässige Gesamtgewicht des Zuges nicht überschritten werden, welches natürlich auch durch die Zuladung beeinflusst wird. Das zulässige Gesamtgewicht des Zuges ergibt sich aus der zulässigen Anhängelast, dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs und dem Leergewicht des Zugfahrzeuges und darf die Werte im Fahrzeugschein nicht überschreiten. Welche Konsquenzen erwarten Euch gemäß des aktuellen Bußgeldkatalogs bei einer Überladung Eures Gespanns? 

Überladung des Anhängers

Während bei Überladungen von Pkw (zGG bis 7,5 Tonnen) oder Anhänger (zGG bis 2 Tonnen) von über 5 % nur eine Geldstrafe von 10 € fällig wird, sind es bei 30 % Überladung schon 235 € und ein Punkt. Wenn Ihr mit einem Lkw und Anhänger unterwegs seid, sind die Strafen höher. In jedem Fall werden dabei dann auch für den Fahrzeughalter Bußgelder und ggf. auch Punkte fällig. Wenn Ihr Euch also ein solches Gespann leiht und mit einer Überladung erwischt werdet, wird auch der Halter des Gespanns zur Kasse gebeten. Die Strafen für den Halter sind noch etwas höher, so muss dieser bei einer Überladung von über 5 % bereits 140 € zahlen und mit einem Punkt rechnen. 

Auch die Stützlast müsst Ihr beim Beladen stets beachten. Die Stützlast ist definiert als die Last, die bei Anhängern von oben auf die Anhängerkupplung einwirkt. Die Stützlast ist sowohl für Euer Fahrzeug als auch für die Anhängerkupplung festgelegt. Oft ist es der Fall, dass die beiden Werte unterschiedlich sind. In dem Fall ist der niedrigere Wert maßgeblich und muss eingehalten werden. Wird die zulässige Stützlast überschritten, so wird beispielsweise bei einer Überschreitung um bis zu 50 % ein Bußgeld von 25 € fällig. Bei einer höheren Überschreitung werden 60 € fällig, zusätzlich müsst Ihr mit einem Punkt rechnen. Auch für den Fahrzeughalter hat dieses Vergehen Auswirkungen. 

Unten stehend findet Ihr einmal die Staffelung für Bußgelder und Strafen, die bei der Überladung Eures Gespanns anfallen können. 

Überladung Pkw/Lkw (zGG bis 7,5 Tonnen) oder Anhänger (zGG bis 2 Tonnen)

  • um über 5 %: 10 €
  • um über 10 %: 30 €
  • um über 15 %: 35 €
  • um über 20 %: 95 €, 1 Punkt
  • um über 25 %: 140 €, 1 Punkt
  • um über 30 %: 235 €, 1 Punkt

Überladung Lkw oder Anhänger (zGG über 2 Tonnen)

  • um 2-5%: 30 €
  • um über 5 %: 80 €, 1 Punkt
  • um über 10 %: 110 €, 1 Punkt
  • um über 15 %: 140 €, 1 Punkt
  • um über 20 %: 190 €, 1 Punkt
  • um über 25 %: 285 €, 1 Punkt
  • um über 30 %: 380 €, 1 Punkt

Fahrzeughalter: Überladung Lkw oder Anhänger (zGG über 2 Tonnen)

  • um 2-5%: 35 €
  • um über 5 %: 140 €, 1 Punkt
  • um über 10 %: 235 €, 1 Punkt
  • um über 15 %: 285 €, 1 Punkt
  • um über 20 %: 389 €, 1 Punkt
  • um über 25 %: 425 €, 1 Punkt
  • um über 30 %: 425 €, 1 Punkt

Stützlast überschritten:

  • um bis zu 50 %: 25 €
  • um mehr als 50 %: 60 €, 1 Punkt
  • Zulässige Stützlast nicht durch Schild angezeigt: 5 €

 

Weitere Infos findet Ihr auch auf der Website zum Bußgeldkatalog

Aktueller Bußgeldkatalog | Geschwindigkeitsüberschreitungen bei der Fahrt mit dem Anhänger

1. Juni 2020 um 8:00

Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Anhänger

Das korrekte Beladen vom Anhänger, das Einhalten von Geschwindigkeiten, die Ladungssicherung, das Parken und noch einiges mehr ist im Bußgeldkatalog auch für das Fahren mit Anhänger geregelt. Worauf ist zu achten und vor allem, mit welchen Strafen und Bußgeldern müsst Ihr rechnen? Wir haben Euch die wichtigsten Punkte einmal zusammengestellt.

Geschwindigkeitsüberschreitungen beim Fahren mit Anhänger

Um die Überschreitungen von Geschwindigkeiten definieren zu können, ist zunächst wichtig zu wissen, dass die maximale Höchstgeschwindigkeit beim Pkw mit Anhänger auf 80 km/h festgelegt ist. Das ist vor allem für das Fahren außerhalb geschlossener Ortschaften wichtig. Wenn Ihr schneller fahren möchtet, benötigt Ihr eine zusätzliche Genehmigung für Euer Gespann. Das entstehende Risiko bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird als hoch eingestuft, da Euer Gespann bei überhöhter Geschwindigkeit ins Schlingern oder Schleudern geraten kann. Auch ist der Bremsweg durch das zulässige Gewicht des Anhängers verlängert. 

Das Überschreiten der Tempolimits innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften ist grundsätzlich ähnlich geregelt, wie beim Fahren ohne Anhänger. Während 10-15 km/h nur mit Geldstrafen in maximaler Höhe von 30 € geahndet werden, sind höhere Überschreitungen sowohl innerhalb als auch außerhalb von geschlossenen Ortschaften zusätzlich mit Punkten in Flensburg verbunden. Ab 40 km/h müsst Ihr zusätzlich mit Fahrverboten rechnen. Bei über 60 km/h müsst Ihr mit Punkten, Fahrverboten und einer Geldstrafe von 600 € rechnen. 

Unten stehend findet Ihr einmal die Staffelung.

Tempoüberschreitungen außerhalb geschlossener Ortschaften 

  • bis 10 km/h: 15 €
  • bis 15 km/h: 25 €
  • bis 20 km/h: 70 €, 1 Punkt
  • bis 25 km/h: 80 €, 1 Punkt 
  • bis 30 km/h: 95 €, 1 Punkt 
  • bis 40 km/h: 160 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • bis 50 km/h: 240 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • bis 60 km/h: 440 €, 2 Punkt, 2 Monate Fahrverbot
  • über 60 km/h: 600 €, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

 

Tempoüberschreitungen innerhalb geschlossener Ortschaften

  • bis 10 km/h: 20 €
  • bis 15 km/h: 30 €
  • bis 20 km/h: 80 €, 1 Punkt
  • bis 25 km/h: 95 €, 1 Punkt 
  • bis 30 km/h: 140 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • bis 40 km/h: 200 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • bis 50 km/h: 280 €, 2 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
  • bis 60 km/h: 480 €, 2 Punkt, 3 Monate Fahrverbot
  • über 60 km/h: 600 €, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

 

Weitere Infos findet Ihr auch auf der Website zum Bußgeldkatalog