Im direkten Austausch: Catarina dos Santos-Wintz zu Gast bei MVG
Wie sehen die aktuellen Herausforderungen für produzierende Unternehmen aus? Was beschäftigt uns als Automobilzulieferer im täglichen Geschäft? Und welche Rahmenbedingungen brauchen Unternehmen wie MVG, um auch in Zukunft erfolgreich am Standort Deutschland produzieren zu können? Über genau diese und viele weitere Fragen konnten wir uns beim Besuch von Catarina dos Santos-Wintz (CDU) bei uns vor Ort in Eschweiler persönlich austauschen. Die Bundestagsabgeordnete vertritt seit 2021 den Wahlkreis Aachen II und kennt die Region gut. Umso mehr haben wir uns gefreut, sie bei uns begrüßen und ihr einen direkten Einblick in unseren Arbeitsalltag geben zu können. Auch für Catarina dos Santos-Wintz ist dieser persönliche Kontakt ein wichtiger Bestandteil ihrer politischen Arbeit: „Politik darf sich nicht allein auf Zahlen, Berichte und Statistiken verlassen. Mir ist wichtig, vor Ort zu sehen, wo im Unternehmensalltag ganz konkret Herausforderungen liegen und was politische Entscheidungen in der Praxis bedeuten. Genau deshalb sind der direkte Austausch und die Rückkopplung mit unseren Unternehmen für meine Arbeit so wichtig.“
Gemeinsam mit unseren Geschäftsführern Michael Pütz und Christoph Pütz sprach sie über die aktuelle Situation vor Ort und die Entwicklungen innerhalb der Automobilindustrie. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Herausforderungen, denen sich Automobilzulieferer aktuell stellen müssen.
Herausforderungen und Ausblick
Als Automobilzulieferer bewegen wir uns seit vielen Jahren in einem internationalen Markt. „Wir produzieren viele Anhängerkupplungen für europäische und chinesische Fahrzeuge, bei unserer Arbeit ist der globale Wettbewerb stets ein großer Faktor“, erklärt Geschäftsführer Michael Pütz eine der Herausforderungen. Unsere Stärke am Standort Eschweiler liegt dabei unter anderem in unserer Flexibilität. Während international oftmals sehr große Stückzahlen im Fokus stehen, können wir gezielt auf unterschiedliche Anforderungen unserer Kunden reagieren. „Wir können individueller auf die Kunden eingehen,“ betont Pütz.
Gleichzeitig erleben auch wir täglich, welche Bedeutung die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Produktionsstandort haben. Energiepreise, Personalkosten und bürokratische Anforderungen beeinflussen die Wettbewerbsfähigkeit und spielen insbesondere bei langfristigen Standortentscheidungen eine wichtige Rolle. „Unternehmen, die hier investieren, produzieren und Arbeitsplätze sichern, brauchen verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Bei Energiepreisen, Bürokratie und weiteren Standortkosten haben wir erste Schritte gemacht, gleichzeitig zeigt der Austausch hier bei MVG sehr deutlich, dass noch einiges vor uns liegt“, bezieht Catarina dos Santos-Wintz Stellung dazu.
Unternehmen außerhalb Europas können unter anderen Bedingungen produzieren. Niedrigere Produktions- und Lohnkosten sowie große Fertigungskapazitäten stellen konkurrierende Hersteller und Zulieferer vor zusätzliche Herausforderungen. „Diese Faktoren müssen wir auf europäischer Ebene alle gemeinsam angehen“, sagt Catarina dos Santos-Wintz.
Von der Entwicklung bis zur fertigen Anhängerkupplung
Bei einem gemeinsamen Rundgang durch unseren Betrieb konnte sich Catarina dos Santos-Wintz selbst ein Bild davon machen, wie unsere Produkte entstehen. In der Entwicklung und Produktion sind viele einzelne Arbeitsschritte notwendig, bevor ein Produkt schließlich eingesetzt werden kann. Wie viel Arbeit und Erfahrung dahinterstecken, wird bei einem Blick in die Produktion schnell sichtbar. „Bei einem Rundgang durch die Produktion wird sehr schnell deutlich, wie viel Know-how, Präzision und Erfahrung hinter einem vermeintlich alltäglichen Produkt wie einer Anhängerkupplung stecken. Genau diese industrielle Kompetenz und Wertschöpfung vor Ort machen unseren Wirtschaftsstandort aus“, staunt dos Santos-Wintz.



