Wann ist ein Warnschild beim Fahren mit Anhänger notwendig?

10. Februar 2021 um 15:09

Warnschilder für die Fahrt mit AnhängerWenn Ihr Euren Anhänger beladet, müsst Ihr unter Umständen ein Warnschild am Anhänger befestigen, selbstverständlich muss dies vor der Fahrt passieren. Doch in welchen Fällen ist ein Schild genau erforderlich und wie muss es aussehen? 

Rote Fahne als Warnschild bei überragender Ladung

Die maximale Länge für Euer Gespann ist in der StVo festgelegt und darf 20,75 Meter nicht überschreiten. Gleichzeitig sind auch die Breite und Höhe definiert und wichtige Werte, die Ihr bei Eurer Fahrt beachten solltet. Abgesehen von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen dürfen normale Kfz und die Ladung nicht breiter als 2,5 Meter und nicht höher als 4 Meter sein. Die Ladung darf nach vorne nicht herausragen, dies ist nur bei Fahrzeugen, die höher als 2,5 Meter sind erlaubt. Doch auch dann darf die Ladung lediglich einen halben Meter nach vorne herausragen. 

Wenn Ihr Ladung transportiert, die nach hinten übersteht, so ist ein Überstand von 1,5 Metern noch zulässig. Allerdings muss Ladung, die mehr als 1 Meter über die Rückstrahler hinausragt, gekennzeichnet werden. Dafür benötigt Ihr eine rote Fahne. Diese muss 30×30 cm groß sein. Auch ein roter, zylindrischer Körper mit einem Durchmesser von 35 cm ist zulässig. Anbringen müsst Ihr beides unter einer Höhe von 1,5 Metern anbringen, damit es für die nachfolgenden Fahrer im Straßenverkehr sichtbar ist. 

Warntafeln für Anhänger und Heckfahrradträger

Wenn Euer Anhänger Überlänge hat, dann sind rot-weiße Warntafeln erforderlich. Wenn Ihr einen neuen Anhänger kauft, dann sind diese in den meisten Fällen vormontiert. Andernfalls könnt Ihr diese online nachbestellen. 

Für die Fahrt mit dem Heckfahrradträger sind derartige Warntafeln in einigen Ländern ebenfalls Pflicht. So müsst Ihr in Spanien und Italien ein Warnschild am Heckfahrradträger montieren. Dieses ist ebenfalls rot-weiß, quadratisch und in der Regel aus Aluminium. Wenn Ihr das Warnschild nicht montiert und bei einer Verkehrskontrolle kontrolliert werdet, dann wird eine Strafe fällig. Da die Regelungen für diese Warntafeln nicht einheitlich geregelt sind EU-weit, solltet Ihr Euch vor einer Urlaubsfahrt ins Ausland auf jeden Fall informieren, um die teilweise empfindlichen Strafen zu vermeiden. 

 

Check Up für die AHK: Darauf solltet Ihr jährlich achten

28. Januar 2021 um 11:58

Check Up AHK

Worauf solltet Ihr im Rahmen eines Check Ups – egal, ob Ihr viel mit dem Anhänger unterwegs seid, oder ob Ihr eher weniger damit fahrt – unbedingt ein Mal im Jahr achten? Wir haben Euch die wichtigsten Punkte zum jährlichen Check Up Eurer AHK zusammengestellt, schließlich begleitet Euch Eure AHK ganzjährig und im tatsächlichen Sinn auf allen Wegen.

Bei der abnehmbaren AHK: Reinigen der Aufnahme

Wenn Ihr eine abnehmbare Anhängerkupplung habt, dann spült die Aufnahme der AHK, also die Hülse, in die Ihr die Kugelstange bei der Montage einsteckt, ein Mal pro Jahr mit etwas Wasser aus. Früher gab es einen sogenannten Schutzstopfen, der ein Verunreinigen der Aufnahme verhinderte. Durch eine Produktoptimierung der Aufnahme ist dieser Stopfen nicht mehr erforderlich. Ein einfaches Ausspülen reicht vollkommen aus, da die Aufnahme nun so konzipiert ist, dass grundsätzlich deutlich weniger Dreck an Ihr anhaften kann. 

Wenn Ihr natürlich Offroad unterwegs gewesen seid, dann solltet Ihr nach einer solchen Fahrt sowieso einmal einen Blick auf die AHK werfen, sie kurz abspülen und ggf. prüfen, ob kleine Äste oder Schlammkrusten in der Aufnahme sind. 

Funktionsprüfung der abnehmbaren und schwenkbaren AHK beim Check Up

Wenn Ihr viel mit dem Anhänger oder dem Heckfahrradträger unterwegs seid, dann nutzt Ihr auch Eure Anhängerkupplung entsprechend viel und nutzt alle Funktionen regelmäßig. Wenn Ihr die Anhängerkupplung jedoch über einen längeren Zeitraum nicht nutzt, ist es ratsam, sowohl bei einer abnehmbaren als auch einer schwenkbaren AHK immer mal wieder eine Montage und Demontage vorzunehmen. So könnt Ihr ausschließen, dass Vorgänge vielleicht nicht mehr gut von der Hand gehen oder etwas im Automatiksystem der AHK verhakt. Dies ist auch für das Schloss der Anhängerkupplung gut, gleichzeitig kennt Ihr Euch dann besser mit dem Produkt aus und seid für jede Fahrt gewappnet. 

Wo ist der Ersatzschlüssel?

Wenn Ihr eine Anhängerkupplung bestellt, dann liefern wir Euch mit jeder abnehmbaren und schwenkbaren AHK zwei Schlüssel mit. Diese sind für die Diebstahlsicherung der AHK. Einer der beiden Schlüssel ist als Ersatzschlüssel vorgesehen. Ihr solltet ihn an einem festgelegten Ort aufbewahren und am besten mit einem Schlüsselanhänger versehen, da die Schlüssel zwar mit einem roten Griff versehen sind, dennoch aber recht klein sind. 

Anhängerkupplung bei Nichtgebrauch abnehmen und sicher verstauen

Wenn Ihr Eure Anhängerkupplung nicht nutzt, dann ist es ratsam diese stets abzunehmen bzw. bei der schwenkbaren Anhängerkupplung einzuklappen. Eine starre Anhängerkupplung verbleibt natürlich am Fahrzeug. Durch das Abnehmen reduziert Ihr das Risiko einer Beschädigung der Anhängerkupplung bei einem möglichen Auffahrunfall. Andernfalls müsste die AHK komplett ersetzt werden, zudem fordern viele Versicherungen ein Einklappen oder Abnehmen der Anhängerkupplung. 

Zum sicheren Verstauen der abnehmbaren Kugelstange liefern wir Euch eine praktische Tasche mit, in der Ihr die Kugelstange beispielsweise im Kofferraum lagern könnt. Achtet darauf, dass die Kugelstange auch dann nicht im Kofferraum umher fliegen kann, etwa beim Fahren oder Bremsen.  

 

Rutschige Fahrbahn: Anhängerfahren bei Laub und nassem Wetter

29. Oktober 2020 um 7:30

Rutschige Fahrbahn: Anhängerfahrt bei Regen und Laub

Eine rutschige Fahrbahn macht die Fahrt mit dem Anhänger oft beschwerlich, mit dem Herbst gibt es nun vermehrt auch Nässe und Laub auf der Fahrbahn, sodass es schnell rutschig werden kann. Nicht nur gilt es im Herbst, seine Anhängerkupplung entsprechend “überwintern” zu lassen, sondern auch sich selbst für die Fahrt mit dem Anhänger bei Laub und kaltem Wetter vorzubereiten. Wir haben die wichtigsten Punkte für derartige Fahrten bei rutschiger Fahrbahn einmal für Euch zusammengestellt.

Sachgemäßes Ankuppeln

Vor jeder Fahrt mit dem Anhänger solltet Ihr einen prüfenden Blick walten lassen. Ist die Anhängerkupplung richtig montiert? Ist die abnehmbare Kugelstange korrekt eingerastet und abgeschlossen? Ist auch der Anhänger richtig auf der Kugelstange drauf und ebenfalls eingerastet? Wurde das Abreißseil korrekt befestigt? Sind all diese Punkte abgearbeitet, seid Ihr der Fahrt mit dem Anhänger zumindest schon ein Stück näher. Grundsätzlich sollten die genannten Punkte natürlich nicht nur bei Fahrten auf rutschiger Fahrbahn und bei kaltem Wetter und Laub auf den Straßen geprüft werden, sondern vor jeder Fahrt. Eure Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer ist besonders wichtig und kann durch einen losgelösten Anhänger schnell negativ beeinflusst werden. 

Beleuchtung prüfen – vor der Fahrt

Achtet vor der Fahrt mit dem Anhänger auch darauf, dass die Beleuchtungseinrichtungen des Gespanns und die Elektronik geprüft wird. Funktionieren alle Blinker? Gerade bei Fahrten im Dunkeln ist es sehr wichtig, dass Ihr gesehen werdet und sicher am Straßenverkehr teilnehmt. 

Rutschige Fahrbahn: Die richtige Bereifung ist das A und O

Winterreifen sind für Kfz Pflicht und ermöglichen das sichere Fahren bei Nässe, Frost und Schnee. Auch für den Anhänger solltet Ihr Wert darauf legen, dass dieser korrekt und vor allem sicher bereift ist. Eine rutschige Fahrbahn wird sonst schnell zum ungewollten Abenteuer. Je nachdem, wohin Eure Fahrt führt, oder wo Ihr unterwegs seid, sind auch Schneeketten für den Anhänger eine sinnvolle Investition. Achtet unbedingt darauf, dass möglichst sichergestellt ist, dass der Anhänger ebenso wie das Zugfahrzeug nicht ins Rutschen geraten kann. 

Achtet auf die Geschwindigkeit

Wie bei allen Fahrten mit Anhänger solltet Ihr auch immer auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit achten. Dies ist nicht nur wichtig, um mögliche Bußgelder zu vermeiden, sondern auch um eine möglichst sichere Fahrt bei Regen und Nässe oder auch Frost gewährleisten zu können. 

Ladung sichern

Klar ist, die Ladung muss bei jeder Fahrt vor dem Verrutschen gesichert sein, um ein Schlingern des Anhängers möglichst zu vermeiden. Solltet Ihr Euch aber beispielsweise im Schnee einmal festgefahren haben, dann könnt Ihr eine sinnvoll geplante und verladene Ladung zu Eurem Vorteil einsetzen und so umlagern, dass Ihr Euch einfach wieder aus der Lage befreien könnt. Bei allem gilt immer: Sicherheit geht vor. Sowohl für die transportierten Güter, als auch für das ganze Gespann!

Warnwestenpflicht in Deutschland

20. Februar 2020 um 14:40

In Deutschland gilt die Warnwestenpflicht schon seit Juli 2014: Die Vorschrift sieht vor, dass jedes Fahrzeug – unabhängig von der Zahl der mitfahrenden Personen – mit einer Warnweste ausgestattet sein muss. Diese Regelung betrifft alle zugelassenen Pkw, Lkw und Busse. Motorräder oder Roller sind davon ausgenommen.

Im Ernstfall sollte die Warnweste schnell vom Fahrersitz aus greifbar sein, darum sollte sie im Handschuhfach, unter dem Sitz oder im Seitenfach der Tür aufbewahrt werden. Experten raten allerdings dringend davon ab, die Weste über den Sitz zu hängen, da die Signalfarbe mit der Zeit durch Sonneneinstrahlung ausbleicht und der Blickwinkel für den Fahrer möglicherweise eingeschränkt wird.

Wenn Ihr aufgrund einer Panne oder eines Unfalles auf Autobahn, Landstraße oder regulärer Straße das Fahrzeug verlassen müsst, solltet Ihr die Warnweste anziehen, sodass Ihr bei Dunkelheit oder schlechter Witterung für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar seid.

Die Warnweste muss der europäischen Norm EN ISO 20 471:2013 entsprechen, bei Missachtung der Regelung droht Euch ein Bußgeld in Höhe von 15 €. Während man in Deutschland im Falle eines Verstoßes noch recht günstig davon kommt, sind die Bußgelder in den anderen EU-Ländern deutlich höher. Die aktuellen Bußgelder könnt Ihr auch dem offiziellen Bußgeldkatalog entnehmen.

 

Warnwesten

Bußgelder bei Missachtung der Warnwestenpflicht im Ausland

In Europa gibt es keine einheitliche Regelung zur Warnwestenpflicht. Jedes Land hat seine eigenen Vorschriften, die unterschiedlich bei Verstößen geahndet werden. In Italien, Spanien oder der Slowakei betrifft die Tragepflicht der Weste alle Autoinsassen. Anders als in Deutschland müssen beispielsweise in Belgien, Bulgarien, Kroatien oder Frankreich auch Motorradfahrer nach einem Unfall oder eine Panne auf der Autobahn bzw. auf einer Kraftfahrstraße beim Absteigen vom Motorrad eine Warnweste anlegen.

Es gibt auch große Unterschiede hinsichtlich der Bußgelder: Wer in Portugal eine Autopanne oder einen Unfall hat und sich ohne Sicherheitsweste erwischen lässt, muss mit einem Bußgeld zwischen 120 und 600 € rechnen. Beim Nichttragen der Warnweste in Frankreich zahlt man ein Bußgeld in Höhe von 90 €. In Belgien droht im äußersten Fall ein Bußgeld von bis zu 1.375  €. In Österreich fällt das Bußgeld sowie in Deutschland hingegen niedrig aus. Bei einem Verstoß gegen die Warnwestenpflicht zahlt man nur 14 €.

Wer eine Auslandsfahrt machen möchte, sollte sich unbedingt mit den Vorschriften des Mitführens oder Tragens der Warnwesten vertraut machen. Wer sich vorher informiert, spart am Ende viele unnötige Kosten. Warnwesten findet Ihr auch bei uns im Shop – schaut mal vorbei!

 

Fahrt vorsichtig! Wir wünschen eine angenehme Fahrt!

Das Sicherungsseil bei der Fahrt mit dem Anhänger

17. September 2017 um 13:42

SicherungsseilEs sorgt dafür, dass der Anhänger auch im Falle eines Abspringens von der Kupplung bremst. Die Rede ist vom Sicherungsseil oder Abreißseil. Wer viel mit dem Anhänger fährt, dem ist das Anbringen sicher ein Begriff, wenn es nicht sogar schon zu Diskussionen geführt hat. Gerade bei der Fahrt ins angrenzende Ausland, wie in die Niederlande oder in die Schweiz, wird das nicht ordnungsgemäße Anbringen oder Fehlen des Sicherungsseils oft mit hohen Bußgeldern geahndet. Deshalb haben wir Euch einmal die vom ADAC mitgeteilten Vorgaben für das korrekte Anbringen und Verwenden des Seils zusammengefasst.

Die Sicherung mit dem Abreißseil bei der Fahrt in Deutschland

In Deutschland sind Anhänger der mittleren Gewichtsklasse, also mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 750 kg bis zu 3500 kg, in der Regel mit Auflaufbremsen ausgestattet. Das heißt also, dass der Anhänger im Bremsvorgang auf das Zugfahrzeug aufläuft und die entstehende Kraft über mechanische Hebel auf die Bremsen des Anhängers übertragen werden. Für den Fall, dass sich der Anhänger von der Anhängerkupplung löst, soll ein Sicherungsseil die Bremse auslösen und den Hänger stoppen.

Die Verwendung eines Abreißseils oder Sicherungsseils ist in Deutschland Pflicht. Der genaue Ort zur Anbringung des Seils ist nicht festgelegt. Fest steht jedoch, dass das Seil nicht als Schlaufe über die Anhängerkupplung gelegt werden darf. Sofern es technisch umsetzbar ist, muss das Sicherungsseil durch eine Öffnung, Bohrung oder Öse  an der Anhängerkupplung, nicht an der Kugelstange, befestigt werden.

 

Das Sicherungsseil richtig verwenden in den Niederlanden

In den Niederlanden sind Sicherungseinrichtungen sowohl für gebremste als auch ungebremste Anhänger vorgesehen. Anhänger bis 1500 kg brauchen somit eine Sicherheitsvorkehrung bzw. eine Losreißvorkehrung. Bei Anhängern ohne eigene Bremse ist eine sogenannte Hilfkupplung in Form eines Kabels oder einer Kette Pflicht. Dies gilt auch für ungebremste Anhänger bis 750 kg. Bei größeren Anhängern muss eine sogenannte Reißbremsvorkehrung, also ein Stahlverbindungskabel zwischen Fahrzeug und Bremseinrichtung des Anhängers, verwendet werden. Diese ist nur für Fahrzeuge (Anhänger) mit Bremse erhältlich.

Wichtig ist in jedem Fall, dass in den Niederlanden sowohl für gebremste als auch ungebremste Anhänger die vorgeschriebenen Sicherungsseile zusätzlich an der Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs befestigt sein müssen. Dies erfolgt mit speziellen Ösen oder Bügeln. Das Umlegen des Seils um die Kugelstange ist in jedem Fall in den Niederlanden nicht ausreichend.

 

Die Verwendung des Sicherungsseils in der Schweiz

In der Schweiz ist bei Anhängern ohne Betriebsbremsanlagen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 1500 kg eine zusätzliche Sicherung, beispielsweise durch ein Abreißseil, erforderlich. Zusätzlich angebrachte Ösen oder spezielle Befestigungsöffnungen an der Anhängerkupplung  haben sich für die Befestigung bewährt, so das Bundesamt für Straßen.

 

Worauf man mit einem ausländischen/deutschen Gespann in den Niederlanden und der Schweiz achten muss

Gemäß das Wiener Übereinkommens zum Straßenverkehr müssen die Bremsanlagen von Anhängers so ausgestattet sein, dass der Anhänger auch bei einem Bruch der Anhängevorrichtung während der Fahrt zum Stehen kommt. Für einachsige Anhänger sowie für zweiachsige Anhänger mit einem Achsabstand von weniger als einem Meter gilt dies nicht, wenn diese das zulässige Gesamtgewicht von 1500 kg nicht überschreiten. Ungebremste Anhänger bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 1500 kg müssen mit einem Sicherungsseil, also einem Abreißseil, mit dem Zugfahrzeug verbunden werden und so gesichert werden. Grundsätzlich gilt: Da die vom Wiener Abkommen über den Straßenverkehr aufgestellten Mindestanforderungen sowohl in den Niederlanden als auch in der Schweiz nicht überschritten werden, gelten in jedem Fall die dortigen nationalen Bestimmungen auch für in Deutschland zugelassenen Gespanne, sofern diese in den Niederlanden oder der Schweiz aktiv am Verkehr teilnehmen.

Das Abreißseil in Österreich

In Österreich ist es gesetzlich festgelegt, dass Gespanne mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 1500 kg eine zusätzliche Sicherungsverbindung mit dem Zugfahrzeug aufweisen müssen, so ist eine Sicherungskette oder ein Abreißseil Pflicht. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Anhänger nicht selbstständig zum Stehen gebracht werden kann, wenn er sich ungeplant vom Zugfahrzeug lösen sollte. Die genaue Befestigung des Abreißseils ist nicht per Gesetzt definiert, anders als in den Niederlanden und der Schweiz reicht es laut ADAC aus, wenn das Abreißseil über die Anhängerkupplung gelegt wird.

Hinweis: An unseren Anhängerkupplungen sind entweder Ösen befestigt oder Bohrung für das Anbringen des Abreißseils vorgesehen.

Das Abreißseil bei der Fahrt mit dem Anhänger

14. Juli 2016 um 9:50

AbreißseilBeim Fahren mit Anhänger spielt das Abreißseil schon beim Anhängen des Anhängers eine große Rolle, ganz zu schweigen von der Fahrt. So soll das Abreißseil während der Fahrt im Falle des abspringenden Anhängers eine Notbremsung des Anhängers einleiten. In den Niederlanden wurden nun die Verordnungen für Kraftfahrzeuge gemäß Artikel 5.18.34-2 verabschiedet, die aussagt, dass die Abreißvorrichtungen ein fester Bestandteil des Fahrzeugs sein müssen. Deshalb muss nun eine Möglichkeit eingeräumt werden, das Abreißseil abweichend vom Umlegen um die Kugelstange fest am Fahrzeug zu befestigen.

Das Abreißseil richtig verwenden

Das einfache Umlegen einer Abreißseilschlinge ist in den Niederlanden nun nicht mehr zulässig. Alternativ gibt es nun zwei Möglichkeiten:

AbreißseilEntweder Ihr befestigt das Abreißseil mit Hilfe eines Karabines an einer speziell dafür vorgesehenen Öse, wie sie bei unseren Anhängerkupplungen serienmäßig verbaut ist, oder Ihr greift auf einen speziellen Halter für das Abreißseil zurück. Dieser wird an der Kugelstange befestigt und erfüllt den gleichen Zweck wie die Öse. In unserem Shop findet Ihr einen solchen Halter

ÖseBei MVG-Anhängerkupplungen findet Ihr serienmässig eine Öse neben der Kugelstange, an dieser könnt Ihr das Abreißseil immer befestigen. 

Mehr Infos zur neuen Verordnung in den Niederlanden findet Ihr auch beim Algemene Nederlandse Wielrijdersbond.