Der Schutzstopfen für die Anhängerkupplung

27. März 2017 um 8:00

SchutzstopfenFrüher einmal war der Schutzstopfen bei abnehmbaren Anhängerkupplungen üblich. Der Schutzstopfen war ein wichtiger Teil der Anhängerkupplung, verhinderte er doch das Verschmutzen der Hülse, wenn die Kugelstange abgenommen wurde und die AHK nicht gebraucht wurde.

Im Zuge einer Produktinnovation bei unseren abnehmbaren Anhängerkupplungen wurde die Hülse H2  neu entwickelt, die für die Aufnahme und Verriegelung der Kugelstange am Querträger verantwortlich ist. Diese Hülse H2 zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie keinen Schutzstopfen benötigt, der die Hülse vor Verschmutzungen schützen Schutzstopfenkönnte. Ganz im Gegenteil: Würde man einen Schutzstopfen in die Hülse H2 einführen, so würde dies das Ansammlen von Schmutz innerhalb der Aufnahme nur begünstigen und dies würde sich als Folge negativ auf die Verriegelungsfunktion zwischen der Hülse und der Kugelstange auswirken.

Woran erkennt man, ob bei einer Anhängerkupplung ein Schutzstopfen notwendig ist, oder nicht?

Ob bei Eurer neuen Anhängerkupplung ein Schutzstopfen erforderlich ist, könnt Ihr ganz leicht erkennen: In der Stückliste Eurer mitgelieferten Montage- und Betriebsanleitung sind alle Kleinteile, die Ihr für Eure AHK braucht, aufgeführt. Wenn dort kein Schutzstopfen aufgelistet ist, dann benötigt Ihr für Eure abnehmbare Anhängerkupplung von MVG auch keinen Schutzstopfen. Dies könnt Ihr auch in der Bedienungsanleitung der Kugelstange für unser System 2020 und 2040 an dem großen, roten Kreuz erkennen, das die Nutzung eines Schutzstopfens als überflüssig kennzeichnet.

 

 

Fahren mit dem Bootsanhänger – Das müssen Sie beachten

15. Februar 2017 um 16:02

BootsanhängerBootsanhänger sind für Bootsbesitzer unerlässlich. Schließlich muss das edle Teil irgendwie ans Wasser kommen. Hat man die notwendige Anhängerkupplung nicht gleich beim Neukauf werksseitig installieren lassen, muss eine Kupplung nachträglich eingebaut werden. Davor stehen noch eine Menge Dinge, die es zu beachten und zu bedenken gibt. 

10 Tipps zum Fahren mit Bootsanhänger

1) Einschränkungen des Anhängerführerscheins beachten

Es klingt banal, ist es aber nicht. Bevor Ihr mit Trailer und Boot losfahren könnt, müsst Ihr prüfen, ob Ihr die entsprechende Führerschein-Zulassung besitzt. Bei Führerscheinen der alten Klasse 3 ist das Fahren mit einem Anhänger bis 3,5 Tonnen ohne Einschränkung erlaubt. Seit 1999 ist für den Anhängerbetrieb ab einer Anhängelast von 750 kg ein Führerschein der Klasse BE erforderlich. Dafür wird eine separate Fahrprüfung mit Anhänger durchgeführt. Bootstrailer mit Boot und Ausrüstung überschreiten in der Regel diese Grenze von 750 kg, so dass ggf. eine Fahrprüfung gemacht werden muss.

2) Ist Euer Zugfahrzeug für einen Bootstrailer geeignet?

Diese Frage wird oft vergessen. Viele lassen sich eine Anhängerkupplung montieren und hängen einfach den Anhänger an. Doch nicht jeder PKW hat eine genügend große Anhängelast, um einen Bootstrailer mit Ladung zu ziehen.

Die technisch zulässige Anhängelast ihres PKW finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Punkt O.1 (gebremste Anhängelast) und O.2 (ungebremste Anhängelast).

Zu beachten ist, dass die zulässige Anhängelast oder das zulässige Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges (technisch zulässige Gesamtmasse, Zulassungsbescheinigung Teil 1, Ziff. F1) durch eine weitere Angabe in den Fahrzeugpapieren eingeschränkt werden könnte, nämlich das zulässige Gesamtgewicht des Zuges.

Das Gesamtgewicht des Zuges setzt sich aus dem tatsächlichen Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges einschließlich der Insassen und der Zuladung und dem tatsächlichen Gewicht des Anhängers einschließlich Ladung zusammen. Das tatsächliche Gesamtgewicht des Zuges darf die Angabe in den Fahrzeugpapieren (Zulassungsbescheinigung Teil 1,Ziff. 22) nicht überschreiten.

Sollte also die Summe aus maximal zulässiger Anhängelast und maximal zulässigem Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges das zulässige Gesamtgewicht des Zuges überschreiten, kann entweder die zulässige Anhängelast oder das zulässige Gesamtgewicht nicht voll ausgeschöpft werden.

Neben der Anhängelast spielt die Stützlast eine wesentliche Rolle. Die Stützlast wirkt vertikal, das heißt von oben, auf die Kugel der Anhängerkupplung ein. Auch die maximal zulässige Stützlast (Zulassungsbescheinigung Teil 1, Ziff. 13) darf nicht überschritten werden. Eine zu hohe Stützlast führt beim Zugfahrzeug zu einer Überlastung der Heckkonstruktion des Fahrzeuges und gegebenenfalls der Hinterachse. Die Vorderachse kann gegebenenfalls ungünstig entlastet werden (Lenkung und Traktion). Die zulässige Stützlast sollte aus Gründen der Fahrstabilität jedoch möglichst ausgenutzt werden.

Die Stützlast der Anhängerkupplung ist üblicherweise auf die zulässige Stützlast des Fahrzeuges abgestimmt. Im Einzelfall können die Werte für die Anhängerkupplung von den Fahrzeugwerten abweichen. Maßgebend ist dann immer der kleinere Wert.

Wichtig ist die Ermittlung der tatsächlichen Stützlast des Anhängers. Dazu sind entsprechende Stützlastwaagen in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel erhältlich. Ersatzweise kann auch eine Personenwaage verwendet werden. Der Anhänger sollte gerade und auf ebenem Untergrund stehen. Durch vorsichtiges Positionieren des Stützrades des Anhängers auf der Personenwaage kann die Stützlast ermittelt werden.

3) Das richtige Kupplungs-Modell

Starr, abnehmbar oder schwenkbar? Das ist die Frage der Fragen. Bevor Ihr eine Anhängerkupplung kauft, solltet Ihr Euch überlegen, welche Anhängerkupplung für Eure Nutzung ideal ist. Fahrt Ihr viel mit dem Anhänger? Legt Ihr Wert darauf, dass die Anhängerkupplung im ungenutzten Zustand nicht sichtbar ist? Ist Euch Flexibilität wichtig? Für Vielnutzer ist eine starre Anhängerkupplung immer eine gute, solide Lösung. Wenn Ihr jedoch flexibel sein möchtet und die Optik des Autos beim Nichtgebrauch der AHK nicht beeinflussen möchtet, sind abnehmbare oder schwenkbare Anhängerkupplungen eine gute Lösung. Diese sind einfach zu bedienen und greifen nicht in das Design des Autos ein, dennoch sind die Anhängerkupplungen bei Bedarf schnell und einfach montiert und direkt einsatzbereit.

4) Produkte made in Germany

Eine Anhängerkupplung ist ein sicherheitsrelevantes Zubehörteil. Deshalb solltet Ihr nicht am falschen Ende sparen und auf das erste, billige Angebot eingehen. Leider wird an vielen Stellen bei der Herstellung der Kupplung gespart. Manchmal können die Passgenauigkeit oder die Montagefreundlichkeit dann stark von hochwertigeren Produkten abweichen.

Ihr als Verbraucher haben nicht die Möglichkeit, gute Anhängerkupplungen von schlechten zu unterscheiden.

Durch einen Kauf einer Anhängerkupplung von einem der namenhaften Hersteller in Deutschland seid Ihr immer auf der richtigen Seite. Konstruktion und Produktion in Deutschland ist nach wie vor ein gutes Zeichen für gute Qualität und hervorragende Produkte.

Ein Tipp: Informiert Euch im Vorfeld über  die verschiedenen Hersteller im Internet. Hat vielleicht ein Bekannter bereits nachgerüstet? Zu den einschlägigen Herstellern auf dem deutschen Markt findet Ihr im Internet viele Berichte und Bewertungen. Sicher ist es einmal einen Blick wert.

5) Macht Euch mit dem Gespann vertraut

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, steht dem Erwerb von Kupplung und Bootstrailer nichts mehr im Wege.

Gerade Anfänger sollten vor der ersten Fahrt bedenken: Im Anhängerbetrieb verhält sich das Fahrzeug anders als im normalen Betrieb:

  •  Der Kurvenradius beziehungsweise der Wenderadius ist größer.
  •  Unter Umständen sind Zusatzspiegel erforderlich, wenn der Anhänger breiter ist als das Zugfahrzeug.
  •  Die Beschleunigung und das Bremsverhalten sind anders.
  •  Die Länge des Gespanns ist in jedem Fall gewöhnungsbedürftig.
  •  Sie müssen wissen, wie groß eine Lücke für das problemlose Einfädeln in den fließenden Verkehr sein muss, um hektische Fahrmanöver und Unfälle zu vermeiden.

Diese Umstände und Fragen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, sich mit dem Gespann vertraut zu machen. Ein Fahrsicherheitstraining eignet sich dazu am besten, dort gibt es außerdem viele Tipps und Tricks rund um das Fahren mit dem Anhänger.

6) Wie hoch ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit?

In Deutschland ist beim Fahren mit dem Anhänger eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zulässig. Es gibt jedoch gemäß der 9. Ausnahmeverordnung zur Straßenverkehrs-Ordnung eine Sonderregelung, die eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erlaubt. Um eine Genehmigung für 100 km/h zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein.

Das Zugfahrzeug darf nicht schwerer sein als 3,5 Tonnen und muss einen automatischen Blockierverhinderer (allgemein unter ABS bekannt) besitzen. Zudem müssen die Reifen des Anhängers jünger als sechs Jahre sein und mindestens Geschwindigkeitskategorie L (120 km/h) aufweisen.

Wenn der Anhänger dann noch mit einer Bremse und mit hydraulischen Schwingungsdämpfern ausgestattet ist, steht der Fahrt mit dem Bootstrailer nichts mehr im Wege.

Zu beachten ist jedoch, dass die zulässige Gesamtmasse des Anhängers, der mit 100 km/h betrieben werden soll, von weiteren technischen Faktoren abhängt. Sind nur die oben genannten Ausstattungsmerkmale des Zugfahrzeugs und des Anhängers erfüllt, darf die zulässige Masse des Anhängers das 1,1-fache der Leermasse des Zugfahrzeugs betragen. Wiegt das Zugfahrzeug also 2 Tonnen, darf die zulässige Masse des Anhängers 2,2 Tonnen erreichen.

Dieser Wert erhöht sich auf das 1,2-fache, wenn das Zugfahrzeug ein spezielles fahrdynamisches Stabilitätssystem für den Anhängerbetrieb besitzen (im Allgemeinen unter ESP bekannt) besitzt oder der Anhänger mit einer geeigneten Kupplung mit Stabilisierungseinrichtung (Schlingerkupplung) oder mit einem geeigneten fahrdynamischen Stabilitätssystem ausgestattet ist.

Fehlen Bremse oder hydraulischer Schwingungsdämpfer am Anhänger, darf seine zulässige Masse höchstens das 0,3-fache der Leermasse des Zugfahrzeugs betragen. Das kann für einen Bootstrailer zu wenig sein.

Zu guter Letzt muss die zulässige Gesamtmasse des Anhängers kleiner oder höchstens gleich der zulässigen Anhängelast sein und darf die zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs nicht übersteigen. Der Anhänger muss so beladen sein, dass die maximal zulässige Stützlast der Kombination annähernd erreicht wird. Dennoch ist das Ausnutzen der zulässigen Stützlast für das Fahrverhalten des Gespannes empfehlenswert.

7) Rangieren mit dem Anhänger

Besonders das Rangieren und Einparken mit einem Anhänger ist nicht einfach und sollte am Anfang geübt werden. Jedes Gespann reagiert unterschiedlich und muss individuell bedient werden. Wichtig ist vor allem, immer die Ruhe zu bewahren. Hektisches Lenken und Vor- und Zurückfahren bringt nichts und hat meistens nicht den gewünschten Effekt. Testet in Ruhe aus, wie der Anhänger reagiert und was Ihr bei Eurem Gespann beachten müsst. Es gilt: Beim Rückwärtsfahren muss entgegengesetzt gelenkt werden, damit der Anhänger in die gewünschte Richtung fährt. Besonders Anfänger sollten vor der ersten, richtigen Fahrt ein paar Übungsrunden mit dem Anhänger drehen. In diesem Zusammenhang sei das noch einmal auf das oben erwähnte Fahrsicherheitstraining hingewiesen.

8) Bergfahrten mit dem Anhänger

Allgemein gilt: Fahrzeuge mit Allradantrieb sind besser für die Fahrt am Berg geeignet und können den Anhänger besser ziehen. Vor allem bei der Anfahrt am Berg vereinfacht das Allradgetriebe die Fahrt. Auch die Fahrt mit einem heckangetriebenen Fahrzeug ist vorteilhafter, da die Traktion der Hinterräder bei einem Heckantrieb begünstigt wird. Die Fahrt bergab sollte in einem möglichst niedrigen Gang erfolgen, um die Bremswirkung des Motors mit auszunutzen.

9) Kurven fahren mit dem Anhänger

Beachtet bei Kurvenfahrten die Länge des Gespanns. Der Kurvenradius ist bei einem Gespann größer. Manchmal geht Euch ‚die Kurve aus‘, da der Anhänger durch den größeren Kurvenradius der eigentlich, gefahrenen Linie nicht folgt.

Anhängerkupplungen richtig überwintern

10. Oktober 2016 um 10:10

AnhängerkupplungenDer Winter ist die Jahreszeit, bei der man eine Anhängerkupplung am seltensten benötigt. Besitzer von abnehmbaren Kupplungen sollten unbedingt von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Kugelstange abzunehmen, zu säubern und ordnungsgemäß zu verpacken.

Gerade im Winter setzen Schmutz und Salz der tief unten am Fahrzeug angebrachten Kupplung zu. Die Kugelstange ist in einer Schutztasche im Kofferraum besser aufgehoben als ungebraucht permanent am Fahrzeug zu bleiben. Achtet dabei unbedingt darauf, dass diese im Kofferraum gesichert werden muss, um Unfälle, durch eine bei einem Bremsmanöver umherfliegende Kugelstange, zu vermeiden.

Das Abreißseil bei der Fahrt mit dem Anhänger

14. Juli 2016 um 9:50

AbreißseilBeim Fahren mit Anhänger spielt das Abreißseil schon beim Anhängen des Anhängers eine große Rolle, ganz zu schweigen von der Fahrt. So soll das Abreißseil während der Fahrt im Falle des abspringenden Anhängers eine Notbremsung des Anhängers einleiten. In den Niederlanden wurden nun die Verordnungen für Kraftfahrzeuge gemäß Artikel 5.18.34-2 verabschiedet, die aussagt, dass die Abreißvorrichtungen ein fester Bestandteil des Fahrzeugs sein müssen. Deshalb muss nun eine Möglichkeit eingeräumt werden, das Abreißseil abweichend vom Umlegen um die Kugelstange fest am Fahrzeug zu befestigen.

Das Abreißseil richtig verwenden

Das einfache Umlegen einer Abreißseilschlinge ist in den Niederlanden nun nicht mehr zulässig. Alternativ gibt es nun zwei Möglichkeiten:

AbreißseilEntweder Ihr befestigt das Abreißseil mit Hilfe eines Karabines an einer speziell dafür vorgesehenen Öse, wie sie bei unseren Anhängerkupplungen serienmäßig verbaut ist, oder Ihr greift auf einen speziellen Halter für das Abreißseil zurück. Dieser wird an der Kugelstange befestigt und erfüllt den gleichen Zweck wie die Öse. In unserem Shop findet Ihr einen solchen Halter

ÖseBei MVG-Anhängerkupplungen findet Ihr serienmässig eine Öse neben der Kugelstange, an dieser könnt Ihr das Abreißseil immer befestigen. 

Mehr Infos zur neuen Verordnung in den Niederlanden findet Ihr auch beim Algemene Nederlandse Wielrijdersbond.

MVG-Typ vs. MVG-System

26. März 2016 um 11:30

MVG-Typ

Viele Kunden kommen auf uns zu und haben verschiedene Fragen, die unser Service-Team immer gerne beantwortet. Eine oft gestellte Frage dabei bezieht sich auf das MVG-System, welches oftmals mit dem MVG-Typ verwechselt wird. Heute haben wir Euch eine kleine Übersicht zusammengestellt und erklären Euch den Unterschied zwischen dem MVG-Typen und dem MVG-System.

Der MVG-Typ

Der MVG-Typ wird auf dem Typenschild der Anhängerkupplung angegeben. Das Typenschild findet Ihr an zweierlei Stellen: Es ist zum Einen am Querträger der Anhängerkupplung angegeben und zum Anderen auch in der Montage- und Betriebsanleitung Eurer Anhängerkupplung von MVG zu finden. Diese müssen Sie als sogenannte ABE mit sich führen.

Das MVG-System

Bei den MVG-Systemen unterscheiden wir die System 2010, 2020, 2040 und 2080. Diese bezeichnen verschiedene Modelle von Anhängerkupplungen, also abnehmbare und schwenkbare Anhängerkupplungen. Die MVG-Systeme 2010, 2020 und 2040 sind abnehmbare Anhängerkupplungen von MVG, während das MVG-System 2080 schwenkbar ist. Die Zahlen 2010, 2020, 2040 und 2080 bezeichnen also ganz allgemeine verschiedene MVG-Systeme und spezifizieren nicht nach verschiedenen Fahrzeugmodellen. Die MVG-Typen hingegen sind bei allen fahrzeugspezifischen Fragen relevant.

 

Der eigene Pferdeanhänger – Das müsst Ihr beim Nachrüsten, beim Kauf und bei der Fahrt beachten

18. Dezember 2015 um 13:49

Pferdeanhänger

Pferdeanhänger sind für Reitsportfans unerlässlich. Schließlich muss das Tier irgendwie von A nach B kommen. Hat man die notwendige Anhängerkupplung nicht gleich beim Neukauf werksseitig installieren lassen, muss eine Kupplung nachträglich eingebaut werden. Davor stehen noch eine Menge Dinge, die es zu beachten und zu bedenken gibt. 

1) Einschränkungen des Anhängerführerscheins beachten

Es klingt banal, ist es aber nicht. Bevor Ihr mit Trailer und Pferd losfahren könnt, müsst Ihr prüfen, ob Ihr die entsprechende Führerschein-Zulassung besitzen. Bei Führerscheinen der alten Klasse 3 ist das Fahren mit einem Anhänger bis 3,5 Tonnen ohne Einschränkung erlaubt. Seit 1999 ist für den Anhängerbetrieb ab einer Anhängelast von 750 kg ein Führerschein der Klasse BE erforderlich. Dafür wird eine separate Fahrprüfung mit Anhänger durchgeführt. Pferdetrailer mit Pferd und Ausrüstung überschreiten in der Regel diese Grenze von 750 kg, so dass ggf. eine Fahrprüfung gemacht werden muss.

2) Den richtigen Anhänger wählen

Gerade beim Pferdetransport geht es um Sicherheit und Stabilität. Deshalb solltet Ihr vor dem Erwerb eines Anhängers überlegen, welches zweiachsige Modell für Euch das Richtige ist. Diese zeichnen sich durch eine höhere Zuladung und durch ein ruhigeres Fahrverhalten aus. Im Stand beziehungsweise im abgekuppelten Zustand lassen sich jedoch etwas schwieriger rangieren. 

3) Ist Euer Zugfahrzeug für einen Pferdetrailer geeignet?

Diese Frage wird oft vergessen. Viele lassen sich eine Anhängerkupplung montieren und hängen einfach den Anhänger an. Doch nicht jeder PKW hat eine genügend große Anhängelast, um einen Pferdetrailer mit Ladung zu ziehen.

Die technisch zulässige Anhängelast Eures PKW findet Ihr in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter Punkt O.1 (gebremste Anhängelast) und O.2 (ungebremste Anhängelast).

Zu beachten ist, dass die zulässige Anhängelast oder das zulässige Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges (technisch zulässige Gesamtmasse, Zulassungsbescheinigung Teil 1, Ziff. F1) durch eine weitere Angabe in den Fahrzeugpapieren eingeschränkt werden könnte, nämlich das zulässige Gesamtgewicht des Zuges.

Das Gesamtgewicht des Zuges setzt sich aus dem tatsächlichen Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges einschließlich der Insassen und der Zuladung und dem tatsächlichen Gewicht des Anhängers einschließlich Ladung zusammen. Das tatsächliche Gesamtgewicht des Zuges darf die Angabe in den Fahrzeugpapieren (Zulassungsbescheinigung Teil 1,Ziff. 22) nicht überschreiten.

Sollte also die Summe aus maximal zulässiger Anhängelast und maximal zulässigem Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges das zulässige Gesamtgewicht des Zuges überschreiten, kann entweder die zulässige Anhängelast oder das zulässige Gesamtgewicht nicht voll ausgeschöpft werden.

Neben der Anhängelast spielt die Stützlast eine wesentliche Rolle. Die Stützlast wirkt vertikal, das heißt von oben, auf die Kugel der Anhängerkupplung ein. Auch die maximal zulässige Stützlast (Zulassungsbescheinigung Teil 1, Ziff. 13) darf nicht überschritten werden. Eine zu hohe Stützlast führt beim Zugfahrzeug zu einer Überlastung der Heckkonstruktion des Fahrzeuges und gegebenenfalls der Hinterachse. Die Vorderachse kann gegebenenfalls ungünstig entlastet werden (Lenkung und Traktion). Die zulässige Stützlast sollte aus Gründen der Fahrstabilität jedoch möglichst ausgenutzt werden.

Die Stützlast der Anhängerkupplung ist üblicherweise auf die zulässige Stützlast des Fahrzeuges abgestimmt. Im Einzelfall können die Werte für die Anhängerkupplung von den Fahrzeugwerten abweichen. Maßgebend ist dann immer der kleinere Wert.

Wichtig ist die Ermittlung der tatsächlichen Stützlast des Anhängers. Dazu sind entsprechende Stützlastwaagen in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel erhältlich. Ersatzweise kann auch eine Personenwaage verwendet werden. Der Anhänger sollte gerade und auf ebenem Untergrund stehen. Durch vorsichtiges Positionieren des Stützrades des Anhängers auf der Personenwaage kann die Stützlast ermittelt werden.

Schwere und hochmotorisierte Zugfahrzeuge werden kein Problem mit einem Pferdetrailer haben, kleinere PKW jedoch wohl.

4) Das richtige Kupplungs-Modell

Starr, abnehmbar oder schwenkbar? Das ist die Frage der Fragen. Bevor Ihr eine Anhängerkupplung kauft, solltet Ihr Euch überlegen, welche Anhängerkupplung für Eure Nutzung ideal ist. Fahrt Ihr viel mit dem Anhänger? Legt Ihr Wert darauf, dass die Anhängerkupplung im ungenutzten Zustand nicht sichtbar ist? Ist Euch Flexibilität wichtig? Für Vielnutzer ist eine starre Anhängerkupplung immer eine gute, solide Lösung. Wenn Ihr jedoch flexibel sein möchtet und die Optik des Autos beim Nichtgebrauch der AHK nicht beeinflussen möchtet, sind abnehmbare oder schwenkbare Anhängerkupplungen eine gute Lösung. Diese sind einfach zu bedienen und greifen nicht in das Design des Autos ein, dennoch sind die Anhängerkupplungen bei Bedarf schnell und einfach montiert und direkt einsatzbereit.

5) Macht Euch mit dem Gespannt vertraut

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, steht dem Erwerb von Kupplung und Pferdetrailer nichts mehr im Wege.

Gerade Anfänger sollten vor der ersten Fahrt bedenken:  Im Anhängerbetrieb verhält sich das Fahrzeug anders als im normalen Betrieb.

  •  Der Kurvenradius beziehungsweise der Wenderadius ist größer.
  •  Unter Umständen sind Zusatzspiegel erforderlich, wenn der Anhänger breiter ist als das Zugfahrzeug.
  •  Die Beschleunigung und das Bremsverhalten sind anders.
  •  Die Länge des Gespanns ist in jedem Fall gewöhnungsbedürftig.
  •   Ihr müsst wissen, wie groß eine Lücke für das problemlose Einfädeln in den fließenden Verkehr sein muss, um hektische Fahrmanöver und Unfälle zu vermeiden.

Diese Umstände und Fragen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, sich mit dem Gespann vertraut zu machen. Ein Fahrsicherheitstraining eignet sich dazu am besten, dort gibt es außerdem viele Tipps und Tricks rund um das Fahren mit dem Anhänger.

6) Wie hoch ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit?

In Deutschland ist beim Fahren mit dem Anhänger eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zulässig. Es gibt jedoch gemäß der 9. Ausnahmeverordnung zur Straßenverkehrs-Ordnung eine Sonderregelung, die eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erlaubt. Um eine Genehmigung für 100 km/h zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein.

Das Zugfahrzeug darf nicht schwerer sein also 3,5 Tonnen und muss einen automatischen Blockierverhinderer (allgemein unter ABS bekannt) besitzen. Zudem müssen die Reifen des Anhängers jünger als sechs Jahre sein und mindestens Geschwindigkeitskategorie L (120 km/h) aufweisen.

Am Ende ist dann noch die technische Ausstattung des Anhängers und des Zugfahrzeugs in Verbindung mit dem Gewicht des Anhängers ausschlaggebend. Damit Ihr mit einem Pferdetrailer die 100 km/h fahren dürft, muss Euer Zugfahrzeug ein spezielles fahrdynamisches Stabilitätssystem für den Anhängerbetrieb besitzen (im Allgemeinen unter ESP bekannt), der Anhänger muss mit einer Bremse und mit hydraulischen Stoßdämpfern ausgestattet sein und die Reifen dürfen nicht älter als 5 Jahre sein. Dies sind die Standardvorraussetzungen. Dann darf die zulässige Masse des Anhängers das 1,1-fache der Leermasse des Zugfahrzeugs betragen. Wiegt das Zugfahrzeug also 2 Tonnen, darf die zulässige Masse des Anhängers 2,2 Tonnen erreichen. Dieser Wert erhöht sich auf das 1,2-fache, wenn das Zugfahrzeug ein ESP oder der Anhänger mit einer Stabilisierungseinrichtung für Zentralachsanhänger (Schlingerkupplung) ausgerüstet ist. Bei der Zulassung für Tempo 100 gehört dies zum Standard und ist eine weitere Grundvoraussetzung für die Zulassung.

Fehlen Bremse oder hydraulischer Schwingungsdämpfer am Anhänger, darf seine zulässige Masse höchstens das 0,3-fache der Leermasse des Zugfahrzeugs betragen. Das wäre für einen Pferdeanhänger eindeutig zu wenig.

Zu guter Letzt muss der Anhänger so beladen sein, dass die maximal zulässige Stützlast der Kombination annähernd erreicht wird. Durch eine hohe Stützlast wird das Fahrverhalten der Kombination deutlich verbessert. Gerade diese Voraussetzung dürfte vielen schwer fallen, da man das Gewicht des/der zu transportierenden Pferde/s kennen muss.

7) Rangieren mit dem Anhänger

Besonders das Rangieren und Einparken mit einem Anhänger ist nicht einfach und sollte am Anfang geübt werden. Jedes Gespann reagiert unterschiedlich und muss individuell bedient werden. Wichtig ist vor allem, immer die Ruhe zu bewahren. Hektisches Lenken und Vor- und Zurückfahren bringt nichts und hat leider nicht den gewünschten Effekt. Testet in Ruhe aus, wie der Anhänger reagiert und was Ihr bei Eurem Gespann beachten müsst. Es gilt: Beim Rückwärtsfahren muss entgegengesetzt gelenkt werden, damit der Anhänger in die gewünschte Richtung fährt. Besonders Anfänger sollten vor der ersten, richtigen Fahrt ein paar Übungsrunden mit dem Anhänger drehen. In diesem Zusammenhang sei auf ein Fahrsicherheitstraining hingewiesen.

8) Bergfahrten mit dem Anhänger

Allgemein gilt: Fahrzeuge mit Allradantrieb sind besser für die Fahrt am Berg geeignet und können den Anhänger besser ziehen. Vor allem bei der Anfahrt am Berg vereinfacht das Allradgetriebe die Fahrt. Auch die Fahrt mit einem heckangetriebenen Fahrzeug ist vorteilhafter, da die Traktion der Hinterräder bei einem Heckantrieb begünstigt wird. Die Fahrt bergab sollte in einem möglichst niedrigen Gang erfolgen, um die Bremswirkung des Motors mit auszunutzen.

9) Kurven fahren mit dem Anhänger

Beachtet bei Kurvenfahrten die Länge des Gespanns. Der Kurvenradius ist bei einem Gespann größer. Manchmal geht Euch ‚die Kurve aus‘, da der Anhänger durch den größeren Kurvenradius der eigentlich, gefahrenen Linie nicht folgt.

Anhängerkupplung nachrüsten: Das müsst Ihr beachten.

25. November 2015 um 13:05

Anhängerkupplung nachrüsten Egal, ob beim Transport von Baumaterialien oder Getränken – mit einem Anhänger lässt sich vieles nicht nur einfacher transportieren, sondern oftmals ist die AHK unerlässlich. Beim Urlaub mit dem Caravan oder beim Transport von Fahrrädern mit einem Heckfahrradträger kommt man um die Anhängerkupplung nicht herum.

Doch was gilt es schon vor dem Kauf und bei der Montage zu beachten?

1. Wählt das richtige Modell

Starr, abnehmbar oder schwenkbar? Das ist die Frage der Fragen. Bevor Ihr eine Anhängerkupplung kauft, solltet Ihr Euch überlegen, welche Anhängerkupplung für Eure Nutzung ideal ist. Fahrt Ihr viel mit dem Anhänger? Legt Ihr Wert darauf, dass die Anhängerkupplung im ungenutzten Zustand nicht sichtbar ist? Ist Euch Flexibilität wichtig? Für Vielnutzer ist eine starre Anhängerkupplung immer eine gute, solide Lösung. Wenn Ihr jedoch flexibel sein möchtet und die Optik des Autos beim Nichtgebrauch der AHK nicht beeinflussen möchtet, sind abnehmbare oder schwenkbare Anhängerkupplungen eine gute Lösung. Diese sind einfach zu bedienen und greifen nicht in das Design des Autos ein, dennoch sind die Anhängerkupplungen bei Bedarf schnell und einfach montiert und direkt einsatzbereit.

2. Montage besser vom Fachmann

Als Hobbyschrauber werdet Ihr die neu gekaufte Anhängerkupplung selbst montieren wollen. Grundsätzlich ist dies möglich, dennoch empfehlen wir, die komplette Montage vom Fachmann erledigen zu lassen. Besonders beim Einbau des Elektrosatzes ist in jedem Fall der Fachmann gefragt, damit die Stromversorgung für Blinker-, Brems-, Fahr-, Stand-, Rückfahr- und Nebellicht einwandfrei funktioniert.

Für den Einbau sind bei allen Anhängerkupplungen von MVG Montageanleitungen in der Lieferung enthalten, die mit ausführlichen Bildern Hobbyschraubern und Fachmännern helfen können, die Anhängerkupplung richtig einzubauen. Auch bei der Montage ist ausführlichste Genauigkeit geboten. Bei dem Anbau von Sicherheitsteilen ist Schlamperei fehl am Platz, verlasst Euch dabei am besten auf den Fachmann.

3. Macht Euch mit der Anhängerkupplung vertraut

Vor der ersten Fahrt solltet Ihr Euch vor allem bei abnehmbaren und schwenkbaren Anhängerkupplungen mit der Nutzung und Bedienung vertraut machen. In der Betriebsanleitung wird ausführlich beschrieben, wie Ihr die Anhängerkupplung richtig montieren könnt und in Betrieb nehmen könnt. Manchmal ist dabei ein wenig Übung notwendig. Nehmt Euch Zeit und macht Euch mit der Anhängerkupplung vertraut. Dann steht der Fahrt mit dem Anhänger bald nichts mehr im Weg.

4. Nutzt das Zubehör

Im Lieferumfang Eurer Anhängerkupplung ist oftmals verschiedenes Zubehör enthalten: Schutzkappen, Handschuhe und Schutztaschen. Macht es Euch nicht unnötig schwer und nutzt das zugesendete Zubehör vom Hersteller. Vor allem die Schutztaschen bei abnehmbaren Anhängerkupplungen sind wichtig. Wenn Ihr die AHK nicht benötigt, nehmt die AHK einfach ab und verstaut sie in der Schutztasche. So findet die Kugelstange ganz schnell und einfach Platz im Kofferraum, ohne diesen zu verschmutzen.

 

Ein Ersatzschlüssel für Eure Anhängerkupplung von MVG

26. Oktober 2015 um 9:39

ErsatzschlüsselDie abnehmbaren und schwenkbaren Anhängerkupplungen von MVG sind abschließbar und so gegen Langfinger geschützt. Damit das Abschließen funktioniert, sind die Schlüssel natürlich unerlässlich. Im Lieferumfang Eurer Anhängerkupplung ist bereits immer ein Ersatzschlüssel enthalten. Solltet Ihr dennoch einmal weitere Ersatzschlüssel benötigen, könnt Ihr diese in der Kategorie Ersatzteile in unserem Onlineshop finden.

Damit Ihr die Ersatzschlüssel bestellen könnt, müsst Ihr folgende Angaben bereithalten:

  • die dreistellige Schlüsselnummer, die auf dem Schließzylinder steht
  • den MVG-Typen (zu finden entweder auf dem Typenschild oder der Montage- und Betriebsanleitung)
  • oder das MVG-System (zu finden in der Bedienungsanleitung)

 

Die Ersatzschlüssel könnt Ihr dann jederzeit gerne über unseren MVG-Onlineshop bestellen. Beachtet dabei bitte unbedingt die Hinweise in der Artikelbeschreibung, die geforderten Angaben benötigen wir unbedingt, um Euch den richtigen Schlüssel zuschicken zu können.

 

 

Das MVG-Typenschild: Wofür ist es da und was bildet es ab?

2. Oktober 2015 um 15:28

Typenschild

Das MVG-Typenschild findet Ihr auf jeder Anhängerkupplung von MVG. Es ist ein wichtiges, wenn auch kleines Schild, das nicht nur Euch, sondern auch dem TÜV wichtige Angaben zur Anhängerkupplung auf einen Blick zeigt.

Auf dem Schild findet Ihr neben dem MVG-Typen auch die Angaben der Anhängerkupplung zur spezifischen Stützlast und dem D-Wert. Die letzte, wichtige Angabe ist besonders für den TÜV wichtig, so steht auf dem Typenschild auch die Genehmigungsnummer für die jeweilige Anhängerkupplung. Diese beweist, dass es sich bei der Anhängerkupplung um ein geprüftes Sicherheitsteil handelt.

Sollte ein Typenschild einmal verloren gehen oder beschädigt werden, so kann über die zuständige Werkstatt ein neues Typenschild in unserem Shop bestellt werden. Eine Entscheidung des Kraftfahrbundesamtes untersagt die direkte Lieferung von Typenschildern an den Fahrzeughalter. Gerne senden wir Eurer Werkstatt ein Typenschild zu, benötigen dafür jedoch eine eidesstattliche Erklärung der Werkstatt, die wir im Shop bereitgestellt haben.

Drei Fragen zum Elektrosatz – Interview mit Heinz Hueber

15. September 2015 um 8:23


ElektrosatzDer technische Leiter der Abteilung Elektrosätze Heinz Hueber ist für die Konstruktion und Entwicklung von Elektrosätzen zuständig. Schon seit den achtziger Jahren ist der ausgebildete Techniker bei MVG und war bereits beim Auf- und Ausbau der Elektrosatz-Abteilung dabei. Die neuesten Trends zur Optimierung der Fahrzeugelektronik und der Elektrosätze beobachtet der technische Leiter und trägt so dazu bei, die neuesten Entwicklungen zur vollsten Kundenzufriedenheit umzusetzen.

Wodurch zeichnen sich die neuen Anhängersteuermodule von MVG aus?

Die neuen Anhängesteuermodule 4111 und 4112 sind auf dem neuesten Stand der Technik und zeichnen sich vor allem durch die LED-Kompatibilität aus. Dies gilt sowohl für den Anhänger, wie auch für das Zugfahrzeug. Als gemeinsame Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Anhänger unterstützen die Module die neuartigen LED-Beleuchtungen. Dennoch sind sie auch bei der herkömmlichen Fahrzeugbeleuchtung noch einsetzbar, so erkennen die Module automatisch, ob es sich um eine herkömmliche oder um eine LED-Beleuchtung handelt.

 

Warum ist diese Neuerung in den Elektrosätzen von MVG so wichtig?

LED-Lampen gehören in Fahrzeugen zum aktuellen Stand der Technik. Wenn jedoch ein Auto einen LED beleuchteten Anhänger zieht, ohne dass der Elektrosatz LED-kompatibel ist, so entsteht ein Fehler durch die unterschiedlichen Stromspannungen und die Anhängerbeleuchtung kann schnell diffuse Fehlfunktionen zeigen. Mit den neuen Anhängesteuermodulen 4111 und 4112 können wir das vermeiden und im Gegensatz dazu direkt ergreifen und Fehlfunktionen entgegenwirken.

 

Wie entsteht ein solcher Fehler in der Stromversorgung?

Der Fehler in der Stromversorgung bei nicht LED-kompatiblen Elektrosätzen ist dadurch zu begründen, dass herkömmliche Anhänger mit 21 Watt Glühbirnen ausgestattet sind und somit einen Stromverbrauch von 1,75 Ampere haben. Anhänger, die mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet sind, benötigen im Gegensatz dazu jedoch nur 0,4 Ampere und somit einen viel geringeren Strom. Der geringere Stromverbrauch wird von herkömmlichen Steuergeräten als Defekt der 21 Watt-Glühlampe ausgelegt und das Fahrzeug zeigt einen Fehler an. Mit den Anhängesteuermodulen von MVG passiert dies nicht. Diese werden durch einen Mikroprozessor kontrolliert und erkennen automatisch, ob eine höhere oder eine niedrige Strombelastung durch die Lampen erfolgt. Die notwendigen Einstellungen werden automatisch vom System vorgenommen und Sie können ganz einfach und unproblematisch direkt losfahren.